{"id":1147,"date":"2018-12-26T21:54:01","date_gmt":"2018-12-26T21:54:01","guid":{"rendered":"http:\/\/civilresilience.net\/?p=1147"},"modified":"2022-10-13T10:38:02","modified_gmt":"2022-10-13T08:38:02","slug":"urban-participation-gamification","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/urban-participation-gamification\/","title":{"rendered":"Spiel, ernsthaft! Das Potential von Spiel f\u00fcr urbanes Engagement und Beteiligung."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\">Heutzutage experimentieren Zivilgesellschaft, Stadtplaner und Politik mit verschiedenen Methoden und Empowerment-Ans\u00e4tzen, um B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu erm\u00f6glichen, in unseren heterogenen und manchmal anonymen St\u00e4dten zusammenzukommen. Der Artikel untersucht das Potenzial von Spielen und Gamification. Wir fragen: Wie kann das Spielen von Spielen mit ernstem Hintergrund (serious games) B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern helfen, sich zu verbinden, den Schritt in die \u00d6ffentlichkeit zu machen oder Gemeinsinn  zu entwickeln? Wie kann mit dem Ziel des Empowerments <em>Spiel und Gamifizierung<\/em> mit <em>Partizipation\u00a0<\/em>verkn\u00fcpft werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Qualit\u00e4tskriterium europ\u00e4ischer St\u00e4dte ist ihre F\u00e4higkeit, die Vielfalt der Interessen und Kulturen ihrer Bewohner sichtbar zu machen. Diese F\u00e4higkeit, heterogene \u00f6ffentliche R\u00e4ume zu schaffen, ist ein Fundament ihrer lokalen Demokratie und eine Bedingung f\u00fcr generalisiertes Vertrauen zwischen den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern. Im Austausch zwischen B\u00fcrgergruppen mit unterschiedlichen Auffassungen und Interessen wird auch Innovation m\u00f6glich. Denn erfolgreiche Praktiken aus einem Bereich beweisen ihr Innovationspotenzial, indem sie in anderen Feldern \u00fcbernommen werden oder die weiteren Diskurse und R\u00e4ume mitpr\u00e4gen. Stadt und st\u00e4dtische Zivilgesellschaft sind wandelf\u00e4hige Konfigurationen, gerade weil sie die Differenzen nicht ignorieren sondern ausbalancieren: Konflikt und Konsens, Gestaltungswillen und Konservatismus, Lebendigkeit und Entspannung, Unternehmergeist und Beharren.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Sicht des einzelnen B\u00fcrgers ist dies postiv zu sehen. Denn die urbane Vielfalt europ\u00e4ischer St\u00e4dte erm\u00f6glicht ihnen, leichter Gruppen Gleichgesinnter zu finden. Je gr\u00f6\u00dfer die Stadt, desto h\u00f6her die Wahrscheinlichkeit dazu. Doch andererseits kann die moderne Stadt auch ein unfreundlicher und isolierender Ort sein. Deshalb haben die Zivilgesellschaft und ihre Institutionen eine in zwei Richtungen weisende Verpflichtung&#8230; <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Menschen zu helfen, ihren freien und nicht kontrollierten <em>privaten oder halb\u00f6ffentlichen Raum <\/em>zu finden<\/li><li>B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern M\u00f6glichkeiten zu er\u00f6ffnen, sich <em>mit anderen zu verbinden<\/em> und ins <em>\u00f6ffentliche Leben einzubringen<\/em>.<\/li><li>B\u00fcrgern M\u00f6glichkeiten zum (gemeinsamen) Gestalten, zum <em>kreativ<\/em> sein, geben..<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Unter dieser gemeinsamen Aufgabenstellung k\u00f6nnen sich Zivilgesellschaft und Staat als partnerschaftliche Kuratoren des \u00f6ffentlichen Raums sehen. Jenseits der Befriedigung elementarer Bed\u00fcrfnisse und im Lichte des demokratischen Ideals motivieren sie die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die Stufen der Partizipationsleiter zu erklimmen. Beginnend bei einer passiven Haltung hin zu einer aktiven Rolle, ihrer Interessen und Perspektiven in die \u00f6ffentlichen Debatten einbrindend. Die Herausforderung ist, Menschen zu helfen, sich in Beziehungen zu anderen zu begeben  und sie zum <em>Verlassen ihrer privaten (und komfortablen) Sph\u00e4re<\/em> zu ermutigen. Staat und B\u00fcrger ben\u00f6tigen Instrumente und Ideen, die ihnen helfen, dies umzusetzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein verbreiteter Ansatz bei st\u00e4dtischen Beteiligungs- oder Planungsprozessen sind hier partizipative Workshops, Open Spaces oder Zukunftswerkst\u00e4tten, die die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger  &#8222;mobilisieren&#8220;, &#8222;aktivieren&#8220; oder &#8222;anh\u00f6ren&#8220;. Jedoch f\u00fchle ich, dass Empathie und Neugierde gegen\u00fcber den jeweils Anderen Erfolgsbedingungen sind. Allein unterst\u00fctzt ihre Methodik und Durchf\u00fchrung den Erwerb dieser Haltungen nicht immer. Die beteiligten B\u00fcrger, Planer, Politiker oder Quartiersmanager arbeiten schon zusammen in einem gemeinsamen Raum, sie reden auch miteinander &#8211; aber entsteht hier die Freude am Gestalten oder der magische Moment? Das Unerwartete, die Disruption, die Innovation in Form der wirklich guten Frage, die die neue L\u00f6sung vielleicht schon enth\u00e4lt? Deshalb m\u00fcssten wir Ans\u00e4tze finden, die solchen <em>sinnstiftenden Austausch, Neugier und Empathie<\/em> besser erm\u00f6glichen. An dieser Stelle kommen <em>Spiele<\/em> zum Zug:<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spiele k\u00f6nnen Menschen helfen,<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die \u00d6ffentlichkeit zu betreten<\/li><li>Mit anderen Gruppen und B\u00fcrgern zu interagieren<\/li><li>Ihre Umgebung mitzugestalten <\/li><li>Ihre inneren und \u00e4u\u00dferen Welten mit vielen Sinnen zu entdecken<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Die Einbindung von Spielen in Empowerment durch Spiele und gemeinsames Spielen bringtt drei Ans\u00e4tze zusammen: <em>Spiel, Gamification<\/em> und <em>Partizipation<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nicht wirklich eine neue Erfindung. Jeder kennt Brettspiele wie <em>Backgammon<\/em> oder <em>Monopoly<\/em>. Backgammon ist etwa in manchen Teilen unserer Welt eine \u00f6ffentliche Aktivit\u00e4t, der man in Caf\u00e9s nachgeht. Dies bedingt, dass die Kenntnis der Spielregeln der erste Schritt in Richtung einer sozialen Rolle ist. Das Spiel ist hier ein T\u00fcr\u00f6ffner oder es bricht das Eis zwischen den Spielern. Monopoly hat eine andere Rolle. Es wurde einst als Simulationsspiel konzipiert, um jungen Menschen die verheerenden Folgen eines deregulierten Immobilienmarkts nahe zu bringen. Wenn man \u00fcber andere Spiele nachdenkt, w\u00fcrde man noch andere Spieltypen und Zwecke, denen sie dienen, entdecken. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Beteiligungspotenzial von Spielen kann aktiviert werden, wenn das Spielerische mit einem ernsthaften Ziel  und einem nicht-spielerischen Kontext verkn\u00fcpft wird. Dieser Kontext ist etwa ein Stadtviertel. Zwei Stadtplaner demonstrierten bei der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/re-publica.com\/en\/session\/we-call-it-gamicipation-approach-playful-urban-participation\" target=\"_blank\">re:publica 2017<\/a> ihre Idee, wie Spiele &#8222;<em>zur Schaffung von langfristigem und bedeutenden Engagement in Nachbarschaften&#8220; <\/em>beitragen k\u00f6nnen. Sie nannten dies <em>&#8222;gamicipation.&#8220;<\/em>[BOY\/DROHSEL 2017]. Der schweizerische Verein <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" demokrative (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/demokrative.ch\" target=\"_blank\">demokrative<\/a> bietet mit Brettspielen eine <em>&#8222;experimentelle Lernumgebung, welche dazu anregt, sich spielerisch mit Kernelementen der Demokratie und ihren Zielkonflikten auseinanderzusetzen.&#8220;<\/em> K\u00fcnstlerisch ausgerichtete Bildnerinnen wie <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" Christine Frick (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.werkstatt-forchheim.de\/\" target=\"_blank\">Christine Frick<\/a> nutzen <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"actionbound (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/en.actionbound.com\" target=\"_blank\">Actionbound<\/a> mit jungen Gruppen und in Lehrerfortbildungen. Oder schauen wir in die digitale Spielewelt: Das <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/playfestival.de\/\" target=\"_blank\">Play Creative Gaming Festival <\/a> inspiriert nicht nur zu neuen Figurendesigns, sondern ist auch ein Ort, um \u00fcber <em>&#8222;eine bessere Welt durch kreatives Gaming&#8220;<\/em> nachzudenken, beziehungsweise dar\u00fcber, wie Ernst und Spiel zusammengehen k\u00f6nnen (wie im Workshop <em>Let\u2019s Play, seriously!<\/em>). Am Ende dieses Artikels habe ich einige Links zusammengefasst. Sie finden weitere Beispiele im Internet, wenn Sie nur danach suchen.  <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spiel: Eine nat\u00fcrliche Angelegenheit<\/h2>\n\n\n\n<p>Menschen m\u00f6gen Spiele, weil sie diese als Pause im Alltag erleben. Spielen \u00f6ffnet uns die Augen f\u00fcr neue Welten und Perspektiven. Zudem weckt es unsere Neugierde, st\u00e4rkt unsere Kreativit\u00e4t und bricht unseren Leidenschaften und Motivationen zum Handeln Bahn. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Spiel f\u00f6rdert die<em> Neugierde<\/em> und st\u00e4rkt die F\u00e4higkeiten, Dinge <em>zu bemerken, zu gestalten und handeln, und sich zu anderen Menschen zu verhalten<\/em>. So f\u00f6rdert es <em>die Bildung sozialer Gruppen<\/em>. [HUIZINGA 1949:13] Obwohl Spiel und Gaming allzu oft mit kindlichen Aktivit\u00e4ten assoziiert werden, hat jeder und jede einmal die <em>Ernsthaftigkeit von Spielen<\/em> erfahren. Sp\u00e4testens, wenn man von einem Spiel absorbiert wird, vom Wettbewerb oder eine Gruppendynamik.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Game versus Play?<br><\/h2>\n\n\n\n<p>Theoretiker, Bildner und Engagierte die \u00fcber Gamification im Kontext von Beteiligung nachdenken, unterscheiden zwischen <em>play<\/em> und <em>game<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal gibt es kein <em>game<\/em> ohne Regeln. Wir kennen die Extremform von Spielen, in denen zu strikte Regeln oder Ergebniserwartungen die Spiellust erlahmen lassen, etwa ohne die Freiheit, entscheiden zu k\u00f6nnen, mit wem man spielen m\u00f6chte oder unter welcher Wertema\u00dfgabe man spielen will: Soll Wettbewerb, Kooperation oder einfach das Sich-Verausgaben das Spielziel bestimmen? Auf der anderen Seite kennen wir auch Spielsituationen, die frustrierend sind, weil klare Regeln fehlen. Das regelbasierte Arrangement innerhalb der Kategorie &#8222;Spiel&#8220; nennt sich &#8222;game&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;A game is a system in which players engage in an artificial conflict, defined by rules, that results in a quantifiable outcome.&#8220;<\/p><cite>SALEN\/ZIMMERMAN 2004: 94<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Games beinhalten, was Salen\/Zimmerman einen <em>k\u00fcnstlichen Konflikt<\/em> nennen. Man kann auch von einer <em>Herausforderung<\/em> sprechen (weil der Konflikt oft nicht zwischen den Spielern verortet ist, aber in der harten Nuss enthalten ist, die geknackt werden soll. Am Ende lockt ein Ergebnis in Form eines Gewinns oder Highscores. &#8222;Play&#8220; kann man hingegen als <em>zum Ende hin eher offene<\/em> Spielform sehen, die durch eine <em>weichere Struktur gestaltet wird.<\/em> <em>&#8222;Games are a subset of play.&#8220; <\/em>[SALEN\/ZIMMERMAN: 2004<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Unterscheidung ist nicht unwichtig, um die verschiedenen Ans\u00e4tze von <em>Gamification<\/em> zu beschreiben. Grunds\u00e4tzlich beschreibt das Wort Gamifizierung den <em>Transfer von Spielaspekten in andere Kontexte<\/em>. Etwa, indem man spielerische Elemente in weniger spielerische Kontexte einbaut oder indem man Game-Design in diesen Kontexten nutzt. [DETERDING\/KHALED\/NACKE\/DIXON 2011]<\/p>\n\n\n\n<p>Spielmechanik und Spielprinizip (<em>game mechanics<\/em> und <em>gameplay) <\/em> dr\u00fccken eine Verhaltenserwartung aus (zum Beispiel &#8222;Wettbewerb&#8220; oder &#8222;Konsumieren&#8220;). Oder sie geben den Spielenden Verhaltensanreize  etwa durch Stupser in die gew\u00fcnschte Richtung oder Auszeichnungen, Boni oder Highscore-Tabellen. Mit Huizinga kann man sagen, dass Gamifizierung die menschliche Spiellaune als <em>die <\/em>au\u00dfergew\u00f6hnliche emotionale Erfahrung schlechthin nutzt, um die Nutzererfahrung in weit langweiligeren sozialen Kontexten anzureichern:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>&#8222;Der Spielmodus ist einer des Enthusiasmus&#8216; und Entz\u00fcckens und er ist heilig oder festlich in \u00dcbereinstimmung mit dem Anlass. Ein Gef\u00fchl der Aufgeregtheit und Spannung begleitet die Spielhandlung. Fr\u00f6hlichkeit und Entspannung folgen.&#8220;<\/em><\/p><cite>HUIZINGA 1949: 132<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spiel auf urbane Beteiligung angewendet<\/h2>\n\n\n\n<p>Play und game bedingen einander. Das Eine spricht mehr die <em>Haltungen<\/em> an, wie verspielt, sozial oder neugierig sein. Game kommt unserem Bed\u00fcrfnis nach <em>strukturiertem Verhalten<\/em> im Sinne von Fortschritt, Gewinn, Erfolg oder Ergebnisse gestalten entgegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Games sind in einem l\u00e4ngeren Spielprozess eingebettet. Wenn man Spielans\u00e4tze auf die Stadt \u00fcbertr\u00e4gt, kann man eigentlich auch jeden B\u00fcrger als einen Spieler sehen, der in verschiedene Spiele mit verschiedenenen Regeln und Prinzipien und mit verschiedenen Spielern involviert ist.  <\/p>\n\n\n\n<p>Zentral ist der Motivator, warum man ein Spiel anf\u00e4ngt, warum man seinen privaten R\u00fcckzugsraum verl\u00e4sst oder zum aktiveren B\u00fcrger wird. Kein Spiel ohne das Spielerische, kein \u00f6ffentliches Engagement ohne das innere Bed\u00fcrfnis nach sozialer N\u00e4he oder ohne Neugierde gegen\u00fcber den Mitmenschen. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Parallelen f\u00fchren zu einem Ansatz, der Menschen durch spielen verbindet. Der ihnen erm\u00f6glicht, ihrer Verspieltheit zu folgen, den Alltag beiseite zu schieben und etwas Besonderes zu erleben, somit einen Rahmen mitzugestalten, der Neugierde weckt. Dies macht deutlich, das Spielen ein partizipativer Prozess <em>ist<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnde f\u00fcr Partizipation durch Spiel <\/h2>\n\n\n\n<p>Die Vorteile der Kombination ernster Spiele mit Beteiligungszielen und-prozessen beschrieben Drohsel und Boy in ihrem re:publica-Vortrag:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Spiel erm\u00f6glicht Menschen zu interagieren. Sie <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Play and game are door\t\tor space opener tearing down barriers or accessing hard to reach groups;\t\u2028Game and play atmosphere allow people to get into a\t\tplayful or cooperative or outcome-centered mood;\t\u2028Rules of a game can stabilize the structure of a\t\tprocess;\t\u2028Players are enabled to step out of usual social boundaries, they might&nbsp; see\/think with the eyes of\t\tothers and access a cognitive meta-level\u2028Games might help to model or to understand systems,\t\tcomplex social topics&nbsp;\t\u2028Ongoing play and creative games allow players to shift the position from consumers to authors.\t (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/impulsbuero.de\/\" target=\"_blank\">\u00f6ffnen T\u00fcren oder R\u00e4ume<\/a> und rei\u00dfen soziale Barrieren nieder;<\/li><li>Spiel l\u00e4dt Menschen ein, eine spielerische, <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Play and game are door\t\tor space opener tearing down barriers or accessing hard to reach groups;\t\u2028Game and play atmosphere allow people to get into a\t\tplayful or cooperative or outcome-centered mood;\t\u2028Rules of a game can stabilize the structure of a\t\tprocess;\t\u2028Players are enabled to step out of usual social boundaries, they might&nbsp; see\/think with the eyes of\t\tothers and access a cognitive meta-level\u2028Games might help to model or to understand systems,\t\tcomplex social topics&nbsp;\t\u2028Ongoing play and creative games allow players to shift the position from consumers to authors.\t (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.belfedar.org\/\" target=\"_blank\">kooperative<\/a>, oder ergebnisorientierte Haltung einzunehmen oder ihr zur folgen;<\/li><li>Die Regeln eines Spiels k\u00f6nnen einen l\u00e4ngeren Prozess stabiliseren;<\/li><li>Spieler werden bef\u00e4higt, ihre sozialen Grenzen hinter sich zu lassen. So k\u00f6nnen sie aus der Perspektive Anderer wahrnehmen und denken, sich der <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"exploration and inspiration (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.playpublik.pl\/en\/artists\" target=\"_blank\">Erforschung und Inspiration \u00f6ffnen<\/a> oder ein kognitives Metalevel erreichen. Alles Bedingungen f\u00fcr <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Play and game are door\t\tor space opener tearing down barriers or accessing hard to reach groups;\t\u2028Game and play atmosphere allow people to get into a\t\tplayful or cooperative or outcome-centered mood;\t\u2028Rules of a game can stabilize the structure of a\t\tprocess;\t\u2028Players are enabled to step out of usual social boundaries, they might&nbsp; see\/think with the eyes of\t\tothers and access a cognitive meta-level, in example on their behavior\n\u2028Games might help to model or to understand systems,\t\tcomplex social topics&nbsp;\t\u2028Ongoing play and creative games allow players to shift the position from consumers to authors.\t (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.theodor-heuss-kolleg.de\/service\/materials\/life-as-a-project\/\" target=\"_blank\">Kompetenzgewinn.&nbsp;<\/a><\/li><li>Spiele helfen, <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Play and game are door\t\tor space opener tearing down barriers or accessing hard to reach groups;\t\u2028Game and play atmosphere allow people to get into a\t\tplayful or cooperative or outcome-centered mood;\t\u2028Rules of a game can stabilize the structure of a\t\tprocess;\t\u2028Players are enabled to step out of usual social boundaries, they might&nbsp; see\/think with the eyes of\t\tothers and access a cognitive meta-level\u2028Games might help to model or to understand complex systems,\t\tsocial relevant topics&nbsp;\t\u2028Ongoing play and creative games allow players to shift the position from consumers to authors.\t (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/demokrative.ch\/index.php\/de-de\/projekte\" target=\"_blank\">Systeme<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Play and game are door\t\tor space opener tearing down barriers or accessing hard to reach groups;\t\u2028Game and play atmosphere allow people to get into a\t\tplayful or cooperative or outcome-centered mood;\t\u2028Rules of a game can stabilize the structure of a\t\tprocess;\t\u2028Players are enabled to step out of usual social boundaries, they might&nbsp; see\/think with the eyes of\t\tothers and access a cognitive meta-level\u2028Games might help to model or to understand complex systems,\t\tsocial relevant topics&nbsp;\t\u2028Ongoing play and creative games allow players to shift the position from consumers to authors.\t (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.invisibleplayground.com\/\" target=\"_blank\">komplexe soziale Themen <\/a>zu begreifen.<\/li><li>Regelm\u00e4\u00dfiges Spielenund kreative Spiele erm\u00f6glichen Spielern, Meisterschaft zu entwickeln und von passiven Spielern zu Mitgestaltern der Spiele zu werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Methodische Konsequenzen<\/h2>\n\n\n\n<p>Um eine derart erf\u00fcllende und reiche Erfahrung auch real zu erm\u00f6glichen, k\u00f6nnen  verschiedene Aspekte ber\u00fccksichtigt werden. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Au\u00dfergew\u00f6hnlicher Rahmen<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Spielrahmen ist durch einen Unterschied vom Alltag beziehungsweise durch das das Spiel <em>&#8222;umwehende Geheimnis&#8220;<\/em> (Huizinga) gekennzeichnet. Spieler teilen besondere Momente. Schaffe spezielle Gelegenheiten und erm\u00f6gliche diese vertrauliche Begegnung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freiheit<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Zweiten muss man als Spielleiter Kontrolle abgeben, Die Geschichte der Serious Games ist stark von der Idee der Simulation und Wiederholung gepr\u00e4gt. Moderne Ans\u00e4tze stellen das Ideal der priorit\u00e4ren Reproduktion von Realit\u00e4t  in Frage (wie es etwa bei Simulationen von Parlamentssitzungen oft geschieht). Heute geht es mehr in Richtung Training pers\u00f6nlicher Fertigkeiten, was ein individueller Prozess ist. Zu rigide Spielregeln f\u00fchren entweder zu komplizierten Regeln oder limitieren die Rollen zu sehr. Oder sie f\u00fchren zu zu wenig kognitiv-emotional-praktischer Erfahrung des Spielenden. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfahrungsbandbreite erm\u00f6glichen<\/h3>\n\n\n\n<p>Drittens wird eine Bandbreite an Erfahrungsm\u00f6glichkeiten ben\u00f6tigt. Es geht dabei um Emotion, Leidenschaft und Ausprobieren, aber auch um Strategie oder Logik. Gestalte Spiele, die diese Bandbreite unterschiedlicher Erfahrungen erm\u00f6glichen. <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Third, rich experience is required. Play is about emotion, passion, experimentation as well as about strategy or cognition. Design games addressing the broad thinking and expressing spectrum. Escape rooms, (low) ropes courses, performance, role play are just some examples how one could enrich the game setting. (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/polyspektiv.eu\/2017\/11\/06\/escape-room-play17\/\" target=\"_blank\">Escape Rooms<\/a>, Niedrigseilg\u00e4rten, Performance-\u00e4hnliche Spiele oder Rollenspiele sind nur Beispiele, die zeigen, wie man Spiele anreichern kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konsistentes Spielprinzip<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Ziele, Regeln, Transaktionsmodi oder Gelegenheiten der Spielenden bestimmen die Erfahrung. Demzufolge soll man beim Transfer von Spielen in andere Kontexte genauer \u00fcberpr\u00fcfen, ob man die Bedingungen innerhalb dieser Kontexte verstanden hat und ob die das Spielprinzip bestimmenden Grundannahmen dazu passen. Zudem m\u00fcssen sie mit den ethisch-normativen Werten einer demokratischen Kultur zur Deckung gebracht werden, wie etwa Fairness oder Gewaltfreiheit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reflexion und Schl\u00fcsse ziehen<\/h3>\n\n\n\n<p>Je dynamischer und reichhaltiger ein Spielprozess erlebt wurde, desto schwieriger ist kann es f\u00fcr die Teilnehmenden sein, sich diesen von einer Metaebene aus zu erschlie\u00dfen. Trainer, Lehrer oder andere Anleitende sollten genug Raum f\u00fcr die Auswertung geben und eine angemessene Methodik bereithalten, die es den Teilnehmenden erlaubt, Schl\u00fcsse aus dem Erlebten zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne: Durch Rollenspiel, Simulationen, Computerspiele, Nachbarschaftsspiele, Karten- und Brettspiele und alle anderen Arten, Menschen zum Spiel anzuregen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\">Through play we might change the game.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur &#038; Links<br><\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>J. Huizinga: Homo Ludens: A Study of the Play-element in Culture; London 1949<\/li><li>D. Boy, K. Drohsel: <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"D. BOY, K. DROHSEL 2017: We call it Gamicipation!  An approach for playful urban participation\n (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/re-publica.com\/en\/session\/we-call-it-gamicipation-approach-playful-urban-participation\" target=\"_blank\">We call it Gamicipation! An approach for playful urban participation<\/a>, 2017<\/li><li>demokrative:<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" https:\/\/demokrative.ch\/index.php\/de-de\/projekte  (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/demokrative.ch\/index.php\/de-de\/projekte\" target=\"_blank\"> Democracy games and civic education board games<\/a><\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.werkstatt-forchheim.de\/\" target=\"_blank\"> Kinder.Kunst.Kultur<\/a> Forchheim<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/en.actionbound.com\" target=\"_blank\">Actionbound<\/a> <\/li><li>K. Salen &#038; E. Zimmerman: Rules of Play: Game Design Fundamentals, Cambridge, 2004<\/li><li>S. Deterding, R. Khaled,L. Nacke,:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"S. Deterding\tet al.:&nbsp;Gamification: Toward a Definition&nbsp; 2011 ;\thttp:\/\/gamification-research.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/02-Deterding-Khaled-Nacke-Dixon.pdf (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/gamification-research.org\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/02-Deterding-Khaled-Nacke-Dixon.pdf\" target=\"_blank\">Gamification: Toward a Definition<\/a>, 2011&nbsp;<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"J. Huizinga: Homo Ludens: A Study of the Play-element in Culture; London 1949\u2028D. Boy, K. Drohsel: We call it Gamicipation!  An approach for playful urban participation, 2017\u2028K. Salen &#038; E. Zimmerman: Rules of Play: Game Design Fundamentals, Cambridge, 2004\u2028S. Deterding, R. Khaled,L. Nacke,:&nbsp;Gamification: Toward a Definition, 2011&nbsp;\t\u2028Play Festival, Hamburg \n (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.playfestival.de\/\" target=\"_blank\">Play Festival<\/a>, Hamburg<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"http:\/\/www.playpublik.pl\/en\/  (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/playpublic.pl\/en\/\" target=\"_blank\">Playpublic, <\/a>Festival for Playful Public Spaces, Krak\u00f3w<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"J. Huizinga: Homo Ludens: A Study of the Play-element in Culture; London 1949\u2028D. Boy, K. Drohsel: We call it Gamicipation!  An approach for playful urban participation, 2017\u2028K. Salen &#038; E. Zimmerman: Rules of Play: Game Design Fundamentals, Cambridge, 2004\u2028S. Deterding, R. Khaled,L. Nacke,:&nbsp;Gamification: Toward a Definition, 2011&nbsp;\t\u2028Play Festival, Hamburg \u2028Macht Spiele! Kongress (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/macht-spiele.org\/\" target=\"_blank\">Macht Spiele! Kongress<\/a>, Bayreuth<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"J. Huizinga: Homo Ludens: A Study of the Play-element in Culture; London 1949\u2028D. Boy, K. Drohsel: We call it Gamicipation!  An approach for playful urban participation, 2017\u2028K. Salen &#038; E. Zimmerman: Rules of Play: Game Design Fundamentals, Cambridge, 2004\u2028S. Deterding, R. Khaled,L. Nacke,:&nbsp;Gamification: Toward a Definition, 2011&nbsp;\t\u2028Play Festival, Hamburg \u2028Macht Spiele! Kongress, Bayreuth\u2028Spielwarenmesse, N\u00fcrnberg\n (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.spielwarenmesse.de\/\" target=\"_blank\">Spielwarenmesse<\/a>, N\u00fcrnberg<\/li><li><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"J. Huizinga: Homo Ludens: A Study of the Play-element in Culture; London 1949\u2028D. Boy, K. Drohsel: We call it Gamicipation!  An approach for playful urban participation, 2017\u2028K. Salen &#038; E. Zimmerman: Rules of Play: Game Design Fundamentals, Cambridge, 2004\u2028S. Deterding, R. Khaled,L. Nacke,:&nbsp;Gamification: Toward a Definition, 2011&nbsp;\t\u2028Play Festival, Hamburg \u2028Macht Spiele! Kongress, Bayreuth\u2028Spielwarenmesse, N\u00fcrnberg\u2028Gamescom Congress, K\u00f6ln\n (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/gamescom-congress.de\/\" target=\"_blank\">Gamescom Congress,<\/a> K\u00f6ln<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Are you interested in exploring the participatory potential of game and play? Would you like to broaden your approach or discuss it with game designers, urban activists or educators? Then we would be happy, if you&#8217;d share your thoughts with us.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heutzutage experimentieren Zivilgesellschaft, Stadtplaner und Politik mit verschiedenen Methoden und Empowerment-Ans\u00e4tzen, um B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu erm\u00f6glichen, in unseren heterogenen und manchmal anonymen St\u00e4dten zusammenzukommen. Der Artikel untersucht das Potenzial von Spielen und Gamification. 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