{"id":2277,"date":"2021-03-14T08:34:47","date_gmt":"2021-03-14T08:34:47","guid":{"rendered":"https:\/\/civilresilience.net\/en\/?p=2277"},"modified":"2022-01-03T07:58:27","modified_gmt":"2022-01-03T06:58:27","slug":"das-digitale-selbst-politische-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/das-digitale-selbst-politische-bildung\/","title":{"rendered":"Das digitale Selbst. Digitalisierung, pers\u00f6nliche Identit\u00e4t und politische Bildung."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size\">Illustration: Felix Kumpfe\/Studio Hurra<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dfe7ea\">Die Debatte, wie unsere digitale Umgebung unsere Identit\u00e4t beeinflusst und wie sich die in unser Leben eingebettete Computerisierung auf unsere individuellen F\u00e4higkeiten auswirkt, wird an verschiedenen Stellen gef\u00fchrt. Weil Diskussionen \u00fcber K\u00f6rper und das Ich aber unsere innersten Gef\u00fchle ber\u00fchren, ber\u00fchren sie sehr oft auch unsere Emotionen. Was die einen Menschen als Kurzstrecke in die Dystopie empfinden, ist f\u00fcr andere eine technologiegest\u00fctzte Hoffnung. Niemanden lassen Implantate, Datenschatten, Roboter oder die Verbesserung menschlicher F\u00e4higkeiten durch technische Hilfsmittel kalt. Politische Bildung kann einen Beitrag leisten, die Debatten und Ph\u00e4nomene sensibel einzuordnen, und mit den realen Entwicklungen der digitalen Transformation zu kontrastieren. Sie kann Reflexion \u00fcber die Grenzlinien, ab denen die Angelegenheit unbehaglich wird, und Debatten \u00fcber die gew\u00fcnschte Richtung der Digitalisierung nahe des menschlichen K\u00f6rpers und Geistes erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Identit\u00e4t eine Konstruktion ist, die von den Sch\u00f6pfer*innen und Besitzer*innen (digitalisierter) Artefakte und der digitalen Infrastruktur mitgestaltet wird, dann wird auch das digitale Ich durch die Prinzipien und Regeln der Computervermittlung vorstrukturiert sein. Die Interaktion zwischen Dingen und Individuen (untereinander z. B. \u00fcber Plattformen und im Miteinander zwischen Menschen und Technik) schafft einen neuen sozialen Raum, der die pers\u00f6nliche Identit\u00e4t beeinflusst, und die \u201eVerwaltung\u201c unserer digitalen Pr\u00e4senzen wird zunehmend herausfordernd. Konkret erzeugen Nutzer*innen und Plattformen nicht nur pers\u00f6nliche Datenspuren oder Datenschatten, sondern auch in der Summe Abbilder von Individuen, die \u00fcber eine blo\u00dfe Verl\u00e4ngerung ihres analogen Erscheinungsbildes hinausgehen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity-700x525.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2281\" width=\"713\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity-700x525.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity-400x300.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity-768x576.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity-800x600.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity-80x60.png 80w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-identity.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Technisierte Umgebung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Art der technischen Umsetzung tr\u00e4gt zur Verwirrung bei. Menschen installieren in der Regel zahlreiche Apps, nutzen im Durchschnitt zehn t\u00e4glich und mehr als drei\u00dfig im Monat (vgl. AppAnnie,2017). Laut CISCO wird die Anzahl der Ger\u00e4te pro Kopf bis 2023 auf 9,4 in Westeuropa und 4 in Osteuropa ansteigen (vgl. CISCO 2020). Es ist einfach, in einen Wald hineinzugehen, aber schwierig, den Weg hinaus zu finden. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem App- und Daten-\u00d6kosystem. Viele Bem\u00fchungen zielen darauf ab, die neuen Informationstechnik (IT)-Produkte von Anfang an benutzungsfreundlich zu gestalten. Doch mit jeder neuen App, jedem Update, jedem neuen Ger\u00e4t, jeder neuen Funktion, jeder neuen App-Berechtigung oder jeder neuen Art der Verarbeitung schwindet der \u00dcberblick der Einzelnen \u00fcber ihre vernetzte IT oder ihre vielen Installationen. So wird Kontrolle schwieriger und un\u00fcbersichtlicher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1-700x525.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2283\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1-700x525.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1-400x300.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1-768x576.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1-800x600.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1-80x60.png 80w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-termsandconditions-1.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem steht die Frage im Raum, welche Daten die Apps erheben,wie sicher sie und ob ihre Analysemodelle zuverl\u00e4ssig sind. Moll et. al zeigten gro\u00dfe L\u00fccken in Sachen Sensibilit\u00e4t und Datenschutz von beispielsweise Fitness-Apps auf (vgl. Moll et al. 2017). Der Markt ist insbesondere bei Gesundheits-Apps intransparent, ihre Entwicklung orientiert sich nicht an Nutzer*innen-Bed\u00fcrfnissen und aus gesellschaftlicher Perspektive scheint die Reflexion ihrer Potenziale nicht ausreichend in die Produktentwicklung einzuflie\u00dfen (vgl. Bertelsmann Stiftung, 2016). <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehrwert und Verwertung<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1-700x525.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2284\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1-700x525.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1-400x300.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1-768x576.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1-800x600.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1-80x60.png 80w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-digital-assistants-1.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zuboff (2015) weist darauf hin, dass die wirtschaftliche Grundlage vieler Dienste und Plattformen eine Technisierung des digitalen Ichs ist. Der K\u00f6rper wird technisch \u201eextrahiert\u201c, dass hei\u00dft in Daten zerlegt und in Modellen der Verhaltensanalyse zusammengesetzt. Das Versprechen von personalisierten Angeboten kann die Entpersonalisierung der digitalen Menschen zur Folge haben. Pers\u00f6nlichen Daten werden nach der aktuell dominanten Logik der gro\u00dfen Plattformen, die sie \u201e\u00dcberwachungskapitalismus\u201c nennt, mit den Mitteln und den Modellen von Verhaltenspsychologie und Big Data in Verhaltensvorhersagemodelle umgeformt und \u00f6konomisch verwertet. Dies geschieht weitgehend unter Ausschluss der Nutzer*innen und diesen die Rolle als zuverl\u00e4ssig Datenmaterial Produzierende zuweisend (vgl. Zuboff, 2015). In diesem Sinne steht die Frage im Raum, wie Nutzer*innen die Gesch\u00e4ftsmodelle der Dienste und der mit ihnen verbundenen Ger\u00e4te besser verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks-700x525.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2285\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks-700x525.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks-400x300.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks-768x576.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks-800x600.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks-80x60.png 80w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-privacy-risks.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Identifikation und Biometrie<\/h2>\n\n\n\n<p>Theoretisch k\u00f6nnte regelm\u00e4\u00dfige Pflege und Wartung der Herausforderung mangelnder \u00dcbersicht abhelfen. Allerdings besteht ein weiteres Problem darin, dass die spezifische Mischung von Apps und Ger\u00e4ten Einzelpersonen identifizierbar macht, denn die Informationen \u00fcber installierte Apps und verwendete Ger\u00e4te werden h\u00e4ufig an Dritte weitergegeben. Vielen Menschen ist dabei nicht klar, dass die Identifikation von Personen entlang vieler verschiedener und einzigartiger Merkmale ein entscheidender Aspekt der digitalen Identit\u00e4t ist, quasi die Grundlage f\u00fcr moderne Datenanalyse. De-Anonymisierung und personenbezogenes Tracking k\u00f6nnen nicht als Ausnahmen behandelt werden. Es braucht Anerkennung, dass sie Bedingungen von Ubiquitous Computing (die Allgegenw\u00e4rtigkeit der rechnergest\u00fctzten Informationsverarbeitung) und Big Data sind.  Auch die als gesellschaftlich w\u00fcnschenswert betrachteten Varianten k\u00f6nnen nicht 100 Prozent Anonymit\u00e4t gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n\n\n\n<p>Biometrische Technologie identifiziert Menschen anhand pers\u00f6nlicher Eigenschaften. Sie vergleicht dabei reale K\u00f6rpermerkmale mit abgespeicherten Daten. Die europ\u00e4ische Datenschutzgrundverordnung beschreibt, um welche Art von Daten es sich dabei handelt: \u201ePersonendaten aus einem speziellen technischen Prozess, die sich auf die physischen, physiologischen oder Verhaltenseigenschaften einer nat\u00fcrlichen Person beziehen, die die einzigartige Identifizierung dieser nat\u00fcrlichen Person erm\u00f6glichen oder best\u00e4tigen, wie Gesichtsbilder oder daktyloskopische Daten\u201c (Artikel 4 der EU-Datenschutzgrundverordnung). Auf Personalausweisen sind biometrische Daten gespeichert, Irisscans, Fingerabdr\u00fccke, Gesichtsprofile werden nicht mehr nur in spezieller \u00dcberwachungs- und Zugangstechnik eingesetzt, sondern werden auch in Smartphones und anderen Ger\u00e4ten f\u00fcr Verbraucher*innen genutzt. DNA-Profile werden gesammelt,K\u00f6rperdaten erfasst. Vieles davon wird geteilt.So erm\u00f6glicht oder verwehrt Biometrie Menschen oder einzelnen sozialen Gruppen Zugang. Sie kann zur \u00dcberwachung von Orten und Einzelnen genutzt werden: \u201eDie Bef\u00fcrchtung ist, dass Gesichtserkennung letztendlich zu einer Situation f\u00fchren kann, in der es nicht mehr l\u00e4nger m\u00f6glich ist, eine Stra\u00dfe anonym hinunterzulaufen oder einkaufen zu gehen\u201c (EWSA, 2019). Auch er\u00f6ffnen sich neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Diebstahl und Diskriminierung durch den Besitz biometrischer Daten. Dies erfordert eine kritische Auseinandersetzung \u00fcber biometrische Technologie und m\u00f6gliche strenge Regulierungen. So auch durch die EU-Kommission, die sie in ihrem Wei\u00dfbuch zur K\u00fcnstlichen Intelligenz als kritische Technologie erw\u00e4hnt (vgl. EU COM 2020\/65 final).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"526\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry-700x526.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2288\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry-700x526.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry-400x300.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry-768x577.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry-800x601.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry-80x60.png 80w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-biometry.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Angewendete Verhaltenspsychologie<\/h2>\n\n\n\n<p>Unser Verhalten wird im Digitalen durch Anwendung von Techniken der Verhaltenspsychologie (wie Gamification-Elemente, soziale Experimente der Plattformen mit ihren Nutzer*innen oder Nudging) auch beeinflusst. Bekannt sind manipulative Gestaltungen wie Popups, die den Menschen nahelegen, in Tracking einzuwilligen, oder Elemente, die uns zum impulsiven Onlinekauf verleiten sollen. Diese nennt man <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/darkpatterns.org\" target=\"_blank\">dark patterns<\/a>. Oft ist der Button, mit dem man in Dritt-Parteien-Tracking einwilligt bunter als der Button f\u00fcr die Einstellung f\u00fcr minimales Tracking. Andere Beispiele wollen Nutzer*innen dazu verleiten, auf etwas zu klicken, ein Abo oder Schadsoftware. Bekannt sind auch Nachrichten im Stil von \u2018nur noch wenige Exemplare zu diesem Preis verf\u00fcgbar\u2019. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"526\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns-700x526.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2286\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns-700x526.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns-400x300.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns-768x577.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns-800x601.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns-80x60.png 80w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Digital-self-dark-patterns.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00dcberwachungskapitalismus bringt eine neue Form der Macht hervor: <strong>instrumentelle Macht<\/strong>. Dies ist die Macht, menschliches Verhalten zu kennen und und in Richtung der Zwecke Anderer zu formen. Das ist eine unerreichte Qualit\u00e4t von Macht, komplett anders als der Totalitarismus. Statt durch Waffen und Armeen, Terror und Mord, setzt die instrumentelle Macht ihren Willen durch das automatisierte Medium einer zunehmend ubiquit\u00e4ren, durch das Internet erm\u00f6glichten computerisierten Architektur der \u201csmart\u201d vernetzten Ger\u00e4te, Dinge und Orte durch.&#8220; <\/p><cite><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/findingctrl.nesta.org.uk\/text\/shoshana-zuboff\/\" target=\"_blank\">Shoshana Zuboff<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der K\u00f6rper<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt hat die Digitalisierung eine psycho-physische Dimension. Je mehr Mensch-Maschine-Interaktion \u00fcblich wird, desto mehr ver\u00e4ndert dies auch unsere individuelle Selbstbeschreibung und Selbstwahrnehmung. Wir m\u00fcssen dabei gar nicht die plakativen Bilder von Cyborgs und Robotern abrufen, denn technisch gesehen, gehen einige Ger\u00e4te schon lange starke und manchmal sogar dauerhafte Verbindungen mit unserem physischen K\u00f6rper ein. Am offensichtlichsten sehen ist das in der medizinischen Therapie. Einige sind invasiv, z. B. durch das Implantieren eines Sensors in den K\u00f6rper, andere nicht-invasiv. Am bekanntesten sind wohl die Herzschrittmacher. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Zusammenhang mit Datafizierung und Vernetzung dieser Ger\u00e4te entstehen neue Fragen im Zusammenhang mit Kontrolle und Sicherheit. Ebenfalls dem Trend zur Automatisierung folgend, entwickeln Industrieroboter neue Funktionen zur besseren Interaktion. Der technologische Trend deutet in Richtung einer in den (Arbeits-)Alltag eingebetteten Robotik. Die International Federation of Robotics denkt, dass Roboter durch Sensoren und intelligentere Steuerung vorsichtiger oder zusammenarbeitsf\u00e4higer werden und nicht mehr aus Sicherheitsgr\u00fcnden in K\u00e4figen eingesperrt sein m\u00fcssen (vgl. IFR, 2020). <\/p>\n\n\n\n<p>Smartphones, Smart Watches oder Fitnesstracker illustrieren, dass interaktive k\u00f6rpernahe Maschinen die therapeutischen (oder milit\u00e4rischen) Zwecke, f\u00fcr die sie oft erfunden wurden, verlassen und in die Alltagskultur eindringen. Dadurch \u00e4ndern sich auch die Vorstellungen von menschlichen F\u00e4higkeiten. Sp\u00e4testens seit der ersten Sesamstra\u00dfenfolge im bundesdeutschen Fernsehen wird \u00fcber die Auswirkung von Bildschirmen auf die Gesundheit und die Entwicklung geistiger F\u00e4higkeiten debattiert. Nachfolgedebatten drehten sich um Computerspiele, Onlinespiele oder Smartphones. <\/p>\n\n\n\n<p>Fest steht, dass Medien und Technologie eine Auswirkung auf unser Denkverm\u00f6gen und k\u00f6rperlichen F\u00e4higkeiten haben: \u201eDoch das gilt auch f\u00fcr B\u00fccher und jede andere Form des Lernens und Erlebens\u201c (Reinberger, 2017, S. 3).<\/p>\n\n\n\n<p>Meyer und Asrock weisen uns auf die Verschiebung der Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen hin, eingeleitet durch moderne Prothesen. Werden sie bislang als \u201awarme\u2018 und inkompetente Mitmenschen betrachtet und sehr oft bemitleidet, verschieben moderne Prothesen unter Umst\u00e4nden ihr Image hin zu kompetenteren aber weniger &#8218;warmen&#8216; Mitmenschen. Ein neues Stereotyp tritt ggf. an die Stelle eines alten (vgl. Meyer &#038; Asrock, 2018). Nimmt eine technische Perspektive auf Behinderung und K\u00f6rper \u00fcberhand und verdr\u00e4ngt die Diskussion \u00fcber die Inklusion, kann dies bei Beseitigung eines Teilproblems von Behinderung zu neuen Stigmatisierungen f\u00fchren oder alte Ausgrenzungsmuster erneuern.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quantified Self<\/h2>\n\n\n\n<p>Kritiker*innen argumentieren, die st\u00e4ndige Pr\u00e4senz von Optimierung und Bewertung, die Verf\u00fcgbarkeit von Leistungsdaten und die Konfrontation mit (Mainstream-)Bildern von K\u00f6rpern im Internet k\u00f6nnten zu einer stillen Dashboardisierung\u201a des Selbst f\u00fchren. Es wird bef\u00fcrchtet, dass die Gesellschaft als Ganzes diese Normen nun zu sehr verinnerlichen k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Verfechter*innen der Idee des \u201eQuantified Self&#8220; akzeptieren die erw\u00e4hnten Quantifizierungswerkzeuge. Der Begriff beschreibt laut Meidert und Scheermesser, dass \u201eeine Person sich aktiv mit Ger\u00e4ten und Applikationen misst, um aufgrund derAnalyseresultate Wissen zu generieren, das dazu beitr\u00e4gt, ihren Lebensstil und ihr Verhalten in den Bereichen Fitness, Wellness oder Gesundheit zu optimieren\u201c (Meidert et al., 2018, S. 44). <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Personen haben sehr unterschiedliche Interessen. Die einen sind aus medizinischen Gr\u00fcnden dazu gezwungen, andere sehen sie als n\u00fctzliche Hilfe an, um ihre Gesundheit nicht zu vernachl\u00e4ssigen, eher wenige versuchen aus den Mitteln, im Sinne ihrer Performance-Optimierung, alles rauszuholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Menschen scheinen zumindest laut der Studie von Meidert et al. eine balancierte Einstellung zu den neuen digitalen Werkzeugen zu haben, durchaus gemischt mit Pragmatismus, Kritik,Angst vor Abh\u00e4ngigkeit oder dem Drang nach Autonomie. Die gro\u00dfe Mehrheit scheint sich des Risikos bewusst zu sein, angesichts einer exzessiven Quantified Self-Praxis sich zu sehr von Normen abh\u00e4ngig zu machen, die andere setzen. Diejenigen, die auf soziale Solidarit\u00e4tangewiesen sind (wie Menschen mit gesundheitlichen Problemen)haben aber mehr Bedenken gegen\u00fcber dem Quantified Self als diejenigen, die sich ohne Probleme in den Normen bewegen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6rperbilder<\/h2>\n\n\n\n<p>Als Verst\u00e4rker von emotionalen und ber\u00fchrenden Inhalten haben insbesondere Social-Media-Plattformen einen starken Einfluss auf das psychische Wohlbefinden von Individuen und auf deren k\u00f6rperliche Selbstwahrnehmung. Eine Studie \u00fcber das K\u00f6rpergewicht italienischer Frauen weist darauf hin, dass \u2018Normalit\u00e4t\u2018 als statistisches Schreckgespenst nicht mit einer ethischen \u2018Norm\u2018 gleichzusetzen ist. Die Auswertung der Interviews verdeutlicht, \u201edass M\u00e4dchen und junge Frauen sich w\u00fcnschen, d\u00fcnner zu sein, was sie dazu bringt, dann gesunde Verhaltensweisen zu vernachl\u00e4ssigen. Sie priorisieren die soziale Akzeptanz eher als ihr eigenes Wohlbefinden und ihre Lebensqualit\u00e4t\u201c (Di Giacomo et al., 2018, S. 6). Soziale Medien verst\u00e4rken solche Ergebnisse. Gleichzeitig erm\u00f6glichen digitale Medien auch das Aufkommen von Gegentrends wie #BodyPositivity (ein Hashtag, der von Menschen verwendet wird, die sich dem dominanten Sch\u00f6nheitstrend nicht unterordnen wollen) unterst\u00fctzt haben. Jede Social-Media-Plattform scheint einen anderen Einfluss zu haben. Die Royal Society for Public Health stellte beispielsweise fest, dass YouTube weniger normativ in der F\u00f6rderung von K\u00f6rperbildern zu sein scheint als beispielsweise Instagram (vgl. Royal Society for Public Health, 2017). <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr die politische Bildung<\/h2>\n\n\n\n<p>In einer breiteren Perspektive sch\u00e4rft die politische Bildung das Bewusstsein daf\u00fcr, dass digitale Transformation <strong>Treiber f\u00fcr soziale Inklusion und Teilhabe<\/strong> sein, aber auch zu neuen Barrieren und Ausschl\u00fcssen f\u00fchren kann. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6rper-Maschine-Interaktion<\/strong> nimmt zu, und auch die Herausforderungen in Bezug auf demokratische Einstellungen, Werte und Rechte m\u00fcssen angesprochen werden. Die \u00f6ffentlichen Diskussionen begannen f\u00fcr Prothetik und Robotik (z. B. Diskriminierung, Verletzlichkeit, fairer Zugang) oder f\u00fcr die Biometrie als Risikotechnologie (Potenzial f\u00fcr Ausgrenzung, \u00dcberwachung) und politische Bildung kann hier direkt ankn\u00fcpfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Politische Bildung tr\u00e4gt au\u00dferdem zum <strong>Verst\u00e4ndnis daten\u00f6konomischer Modelle<\/strong> bei: Sie thematisiert, wie diese Modelle durch Sammlung und Verkn\u00fcpfung digitaler Daten mit dem \u201edigitalen Ich\u201c umgehen und auf diese Weise Gewinne erwirtschaften. Dazu sind folgende Fragen Bestandteil politischer Bildung: Wie sehen Alternativen aus? Gibt es M\u00f6glichkeiten der Gewinnbeteiligung f\u00fcr Nutzer*innen? Wie k\u00f6nnen Nutzer*innen Algorithmen mitgestalten oder diese gar ohne lukrative Zeitverwertung der sensiblen pers\u00f6nlichen Daten auskommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Technologie bietet auch Zugang zu <strong>Werkzeugen f\u00fcr die Selbstoptimierung<\/strong> und das quantifizierte Selbst. Politische Bildung regt die Lernenden hier zu einem bewussten und reflektierten Umgang an. <\/p>\n\n\n\n<p>Politische Bildung kontrastiert auch die <strong>Vorstellungen und Erscheinungen von K\u00f6rpern <\/strong>und F\u00e4higkeiten, wie sie f\u00fcr Nutzer*innen in der digitalen Sph\u00e4re erscheinen, mit dem Pluralismus und der Vielfalt von Erscheinungen und (Sch\u00f6nheits-)Idealen kontrastieren. Hashtags wie #BodyPositivity stehen dabei ebenso wie maximal inszenierte Instagram-Posts f\u00fcr die digitalen K\u00f6rperbilder im Fokus. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/competendo.net\/en\/The_Digital_Self\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-700x910.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2265\" width=\"332\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-700x910.jpg 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-308x400.jpg 308w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-768x998.jpg 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-1181x1536.jpg 1181w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-1575x2048.jpg 1575w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-800x1040.jpg 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/the-digital-self-2-scaled.jpg 1969w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a><figcaption>Der Text ist eine angepasste Version des Beitrags des Autors in: <strong>The Digital Self<\/strong>.<br>Ver\u00f6ffentlicht im Rahmen des Projekts:<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/dttools.eu\" target=\"_blank\"> DIGIT-AL &#8211; Digital Transformation Adult Learning for Active Citizenship<\/a>. DARE Blue Lines, Democracy and Human Rights Education in Europe, Brussels 2020. Auf deutsch vom Autor ver\u00f6ffentlicht unter einer CC-BY-SA 4.0 Lizenz auf <a href=\"https:\/\/politischbilden.de\/material\/digitales_selbst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">politischbilden.de<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gamification, Dark Patterns oder die Verst\u00e4rkung von Emotionen durch Plattform-Mechanismen beg\u00fcnstigen das <strong>Suchtverhalten<\/strong> von Menschen mit Suchtveranlagung oder von vulnerablen Gruppen (insbesondere von Jugendlichen). Politische Bildung hilft den Lernenden, diese Mechanismen zu reflektieren und F\u00e4higkeiten zu st\u00e4rken, mit digitaler Omnipr\u00e4senz umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein beachtlicher Teil des heutigen Internets besteht aus <strong>sozialen Beziehungen<\/strong>, und auch analoge und digital erm\u00f6glichte Beziehungsgestaltung \u00fcberschneiden sich zunehmend. Damit gewinnen soziale Beziehungskompetenzen an Bedeutung, verstanden als reflektierte Einsch\u00e4tzung der eigenen Position im Netz sozialer Beziehungen und auch der individuellen F\u00e4higkeit, Beziehungen in der online- und analogen Welt herzustellen und zu pflegen. Damit wird dies zu einem expliziten Thema der politischen Bildung, w\u00e4hrend es fr\u00fcher eher implizit angestrebt wurde.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"990\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/724-1024-700x990.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2300\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/724-1024-700x990.jpg 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/724-1024-283x400.jpg 283w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/724-1024.jpg 724w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Illustration:<a href=\"https:\/\/www.atelierhurra.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Felix Kumpfe<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur <\/h2>\n\n\n\n<p>AppAnnie (2017).<a href=\"http:\/\/files.appannie.com.s3.amazonaws.com\/reports\/1705_Report_Consumer_App_Usage_DE.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Spotlight\u2013App-Nutzung durch Verbraucher. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bertelsmann Stiftung (2016). <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Publikationen\/GrauePublikationen\/SpotGes_Health_apps_en_final.pdf\" target=\"_blank\">Health Apps, Spotlight Healthcare<\/a>. G\u00fctersloh.<\/p>\n\n\n\n<p>CISCO (2020). <a href=\"https:\/\/www.cisco.com\/c\/en\/us\/solutions\/collateral\/executive-perspectives\/annual-internet-report\/white-paper-c11-741490.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Cisco Annual Internet Report (2018\u20132023)<\/a>, White paper. <\/p>\n\n\n\n<p>Giacomo, D.; De Liso, G.; Ranieri, J. (2018). Self body-management and thinness in youth: survey study on Italian girls in: Health and Qua\u00adlity of Life Outcomes. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12955-018-0937-4\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12955-018-0937-4<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dark Patterns. <a href=\"https:\/\/darkpatterns.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/darkpatterns.org <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>European Parliament, European Commission (EP, EC Regulation 2016\/679). Regulation (EU) 2016\/679 of the European Parliament and of the Council of 27 April 2016 on the protection of natural persons with regard to the processing of personal data and on the free move\u00adment of such data, and repealing Directive 95\/46\/EC (General Data Protection Regulation. <a href=\"https:\/\/data.europa.eu\/eli\/reg\/2016\/679\/o\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/data.europa.eu\/eli\/reg\/2016\/679\/o <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>European Commission (EU COM 2020\/65 final). Directorate-General for Communications Networks, Content and Technology: White Paper &#8211; Artificial Intelligence -A European approach to excellence and trust. <a href=\"https:\/\/op.europa.eu\/s\/oaNu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/op.europa.eu\/s\/oaNu<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>European Economic and Social Committee (EESC 2019). <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.eesc.europa.eu\/en\/our-work\/opinions-information-reports\/opinions\/digital-revolution-view-citizens-needs-and-rights-own-initiative-opinion\/timeline\" target=\"_blank\">The digi\u00adtal revolution in view of citizens\u2018 needs and rights<\/a> OPINION TEN\/679, Rapporteur: Ulrich Samm, Br\u00fcssel, 20.02.2020.<\/p>\n\n\n\n<p>IFR International Federation of Robotics (2019). <a href=\"https:\/\/ifr.org\/downloads\/press2018\/Executive_Summary_WR_Service_Robots_2019.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Executive Summary World Robotics 2019 Industrial Robots &#8211; Editorial<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>IFR International Federation of Robotics (2020). Top Trends Robotics 2020. <\/p>\n\n\n\n<p>Meidert, U.; Scheermesser, M.; Prieur, Y.; Hegyi, S.; Stockinger, K.; Eyyi, G.; Evers-W\u00f6lk, M.; Jacobs, M.; Oertel, B.; Becker, H. (2018). Quantified Self &#8211; Schnittstelle zwischen Lifestyle und Medizin. TA-SWISS 67, Zu\u00adrich. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3218\/3892-7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3218\/3892-7 <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Meyer, B; Asrock, F (2018). Disabled or cyborg? How bionics affect ste\u00adreotypes toward people with physical disabilities. Frontiers in Psycho\u00adlogy, 9(2251), 1-13. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpsyg.2018.02251\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpsyg.2018.02251<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Moll, R.; Schulze, A.; Rusch-Rodosthenous, R.; Kunke, C,; Scheibel, L. (2017). <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/sites\/default\/files\/2019-09\/wearables%20faktenblatt_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wearables, Fitness-Apps und der Datenschutz: Alles unter Kontrolle?<\/a> Verbraucherzentrale NRW e. V. <\/p>\n\n\n\n<p>Reinberger, S (2017). <a href=\"https:\/\/www.ghst.de\/fileadmin\/images\/02_Formulare_und_Dokumente\/Bericht_GAP_2017.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Digitale Medien. Neue Medien \u2013 Fluch oder Segen?<\/a> In: Gemeinn\u00fctzige Hertie Stiftung: G_AP Gehirn &#8211; Anwendung Praxis (project report). Fokus Schule. Royal Society for Public Health: #StatusOfMind &#8211; Social media and young people\u2018s mental health and wellbeing, London May 2017 <\/p>\n\n\n\n<p>Zimmermann, N. (2020). The Digital Self. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/dttools.eu\" target=\"_blank\"> DIGIT-AL &#8211; Digital Transformation Adult Learning for Active Citizenship<\/a>. DARE Blue Lines, Democracy and Human Rights Education in Europe, Brussels 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuboff, S (2015). Big Other: Surveillance Capitalism and the Prospects of an Information Civilization (April 4, 2015). Journal of Information Technology (2015) 30, 75\u201389. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1057\/jit.2015.5\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1057\/jit.2015.5<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/dttools.eu\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"400\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/screenshot-toolbox-title-700x400.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2106\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/screenshot-toolbox-title-700x400.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/screenshot-toolbox-title-400x228.png 400w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/screenshot-toolbox-title-768x438.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/screenshot-toolbox-title-800x457.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/screenshot-toolbox-title.png 1065w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><figcaption><a href=\"https:\/\/dttools.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/dttools.eu<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Illustration: Felix Kumpfe\/Studio Hurra Die Debatte, wie unsere digitale Umgebung unsere Identit\u00e4t beeinflusst und wie sich die in unser Leben eingebettete Computerisierung auf unsere individuellen F\u00e4higkeiten auswirkt, wird an verschiedenen Stellen gef\u00fchrt. Weil Diskussionen \u00fcber K\u00f6rper und das Ich aber unsere innersten Gef\u00fchle ber\u00fchren, ber\u00fchren sie sehr oft auch unsere Emotionen. 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