{"id":2769,"date":"2022-02-10T23:27:07","date_gmt":"2022-02-10T22:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/?p=2769"},"modified":"2022-03-26T14:19:28","modified_gmt":"2022-03-26T13:19:28","slug":"digitalisierung-am-koerper-tracking-messen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/digitalisierung-am-koerper-tracking-messen\/","title":{"rendered":"Zum Beispiel Smartwatches oder Fitnesstracker: Digitalisierung am K\u00f6rper."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#fcccea\">Gesunde und demokratische Digitalisierung ist Technologie im Dienste der Menschen. Dieser Satz dr\u00fcckt unsere Hoffnung und Neugier auf neue Entwicklungen aus, gibt aber auch unseren Bedenken Raum &#8211; ab wann dienen die Menschen den Maschinen statt umgekehrt? Beim Thema Tracking und der Digitalisierung des K\u00f6rpers kommen diese Fragen schnell auf. Weil das Interesse an Smartwatches und Trackern insgesamt aber relativ gro\u00df ist, ist die Besch\u00e4ftigung damit auch ein guter Einstieg, um mehr \u00fcber die Digitalisierung zu lernen.<br><br>Andere Sprachversion: Englisch<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Fundamentale Krtitik weicht sich manchmal auf, wenn man nur nahe genug hinschaut, wer sich heutzutage mal gelegentlich, mal regelm\u00e4\u00dfig trackt. Smartwatches, Smartphones und moderne Plattformen haben Tracking, Bewerten und Vergleichen wirklich allt\u00e4glich gemacht. Gleichzeitig herrscht auch kein Mangel an technologischer Blau\u00e4ugigkeit. Das Demokratieversprechen, das Dienstleistende und Produzent:innen von smarter Technologie geben, indem sie die Demokratisierung des digitalen Fortschritts proklamieren, weil immer mehr Menschen an ihren komplexen Diensten <em>teilhaben <\/em>k\u00f6nnten, ist recht oberfl\u00e4chlich. M\u00fcsste man nicht eigentlich andersherum sagen: Die Industrie darf eventuell und wenn das gewollt ist, an den Daten teilhaben, die den K\u00e4ufer:innen ihrer Produkte <em>geh\u00f6ren<\/em>?<\/p>\n\n\n\n<p>Was sollen wir denn nun von diesem Mess-Zeug halten, fragen sich Viele. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Denn ein reflektierter Gebrauch von Technologie beginnt, wenn Menschen sich die Fragen nach ihren Risiken und M\u00f6glichkeiten sorgf\u00e4ltig stellen. Nach der Phase der ersten Euphorie und der Versprechungen, dem Hype, haben manche ein abgerundetes Bild aus eigener Anschauung und aus dem Austausch mit Anderen gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da das Versprechen von <em>Body Machine Interaction<\/em> (BMI) aber auch mit hohen Risiken einhergeht, m\u00fcssen wir alle ein Interesse daran haben, dass Menschen mehr \u00fcber diese Technologie und ihre Anwendung lernen, Vorurteile \u00fcberwinden, kritische Aspekte erkennen, Gefahren und Bedrohungen beseitigen. Wie bei jeder technologischen Innovation d\u00fcrfen wir uns nicht auf die Prospekte und Ingenieur:innen verlassen. Als Nutzer:innen solcher Technologie m\u00fcssen wir uns  fragen: inwieweit hilft sie mir, oder inwieweit schafft sie neue Abh\u00e4ngigkeiten und Probleme?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ubiquitare-computerisierung-gerate-werden-soziale-akteure\">Ubiquit\u00e4re Computerisierung: Ger\u00e4te werden soziale Akteure<\/h2>\n\n\n\n<p id=\"ubiquitare-computerisierung-gerate-werden-soziale-akteure\">K\u00f6rpernahe tracking- und messf\u00e4hige Ger\u00e4te sind ein wichtiger Baustein, um die Idee des <em>Ubiquitous Computing<\/em> umzusetzen. Die Vision dahinter ist, Ger\u00e4te so in unseren Alltag zu integrieren dass sie als soziale Teilnehmer in neuer Form mit uns interagieren. Smartphones haben gezeigt, wie diese Idee unser Verh\u00e4ltnis zu Computern ver\u00e4ndern kann und wie die allgegenw\u00e4rtige Daten\u00fcbermittlung das Bedienen eines Computers bequem und intuitiv machen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Falle von Tracking-Tools, Fitness-Apps oder Zyklus-Apps ist offensichtlich, wie sie ein pers\u00f6nliches Bed\u00fcrfnis ihrer Nutzer:innen bedienen. Obwohl diese Dinge auch vor den Zeiten von BigData und der mobilen Vernetzung h\u00e4tten digitalisiert werden k\u00f6nnen, bietet die neue Art der Datenverarbeitung weitere Vorteile: Wir k\u00f6nnen Informationen mit anderen teilen, uns mit anderen Menschen messen, Informationen aus der Vergangenheit und der Gegenwart zusammenf\u00fchren und so auch Erkenntnisse \u00fcber unser zuk\u00fcnftiges Verhalten gewinnen. Und das Wichtigste: Sie m\u00fcssen keinen Computer einschalten, kein Programm laufen lassen, keine .csv-Datei exportieren und importieren und so weiter. Alles wird scheinbar automatisch und schnell erledigt. Solche Tracking und Mess-Apps demokratisierten tats\u00e4chlich auch das <em>quantifizierte Selbst<\/em>. Was h\u00e4tten Olympioniken damals f\u00fcr solche Tools bezahlt, und wir bekommen sie heute kostenlos!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote has-medium-font-size\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\"><blockquote><p>QUANTIFIED SELF:<br>Eine Praxis, bei der &#8222;eine Person sich aktiv mit Ger\u00e4ten und Applikationen misst, um aufgrund der Analyseresultate Wissen zu generieren, das dazu beitr\u00e4gt, ihren Lebensstil und ihr Verhalten in den Bereichen Fitness, Wellness oder Gesundheit zu optimieren.&#8220;<\/p><cite>Meidert et al., 2018, S. 42<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote has-medium-font-size\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\"><blockquote><p>Ein Rahmen f\u00fcr &#8222;pers\u00f6nliche Wissenschaft&#8220; verstanden als eine &#8222;Praxis der Nutzung empirischer Methoden&#8220;, um pers\u00f6nliche Fragen mittels Daten und digitalen Ger\u00e4ten zu erforschen.<\/p><cite><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/quantifiedself.com\/\" target=\"_blank\">https:\/\/quantifiedself.com\/<\/a><\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Zeigen uns die Tracking-Tools und -Apps also, dass das Ubiquit\u00e4re Computing gewonnen hat und allen anderen Visionen des Computing \u00fcberlegen ist? Nicht ganz, denn es gibt Gr\u00fcnde f\u00fcr eine kritischere Sichtweise. Wenn der Anspruch ist, dass Technologie den Menschen dient, muss der Ma\u00dfstab der Betrachtung sein, inwieweit BMI-Apps und Tools Menschen im Sinne von Empowerment bef\u00e4higen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"empowerment-durch-technologie\">Empowerment durch Technologie<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-regular\"><table><tbody><tr><td>Verbesserung von F\u00e4higkeiten<\/td><\/tr><tr><td>L\u00f6sung von Problemen<\/td><\/tr><tr><td>Beitrag zu Selbstbestimmung, Teilhabe und Autonomie<\/td><\/tr><tr><td>den Menschen Verf\u00fcgungsgewalt und Kontrolle \u00fcber ihre Daten, Ger\u00e4te und digitale Identit\u00e4t geben<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eine-sozio-technische-sicht-auf-bmi\">Eine sozio-technische Sicht auf BMI<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-smarte-sockenschublade\"><a><\/a>Die smarte Sockenschublade<\/h3>\n\n\n\n<p>Damit kleine Ger\u00e4te leistungsf\u00e4hig und kompetent werden k\u00f6nnen, sind sie zun\u00e4chst auf die Anbindung an gr\u00f6\u00dfere Rechenzentren angewiesen. Um ihre Allgegenwart f\u00fcr Analyse nutzbar zu machen, m\u00fcssen viele Daten verarbeitet werden, die von intelligenten Lautsprechern, Uhren, Gl\u00fchbirnen, Herzschrittmachern geteilt werden, aber nicht im Ger\u00e4t, sondern <em>irgendwo anders<\/em>. Hatten unsere Gro\u00dfeltern fr\u00fcher noch Notizb\u00fccher in der Sockenschublade, in denen sie ihre K\u00f6rpertemperatur und Zahl der Liegest\u00fctze t\u00e4glich notierten, so befindet sich die Sockenschublade von heute auf verschiedenen Servern in Europa, Asien und Nordamerika. Passen Sie auf, dass neugierige Nachbarn nicht uneingeladen nachsehen, welche Farbe Ihre Socken haben oder was Sie sonst noch vor ihnen verbergen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"kontrolle-eigener-intimer-daten\">Kontrolle eigener intimer Daten<\/h3>\n\n\n\n<p>Zweitens unterliegt dieser Datenfluss nicht der <em>Kontrolle<\/em> der Personen, die f\u00fcr ihn verantwortlich sind. Wir sind auf eine von den Anbietern der Technologie definierte Rolle als Datenproduzent:innen und Nutzer:innen beschr\u00e4nkt. Um diesen Doppelcharakter sichtbar zu machen, sprechen wir im Folgenden auch nicht nur von Nutzer:innen, Anwender:innen oder Konsument:innen, sondern von <em>Produser:innen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote has-medium-font-size\" style=\"font-style:normal;font-weight:300\"><blockquote><p>&#8222;PRODUCER&#8220; und &#8222;USER&#8220; k\u00f6nnen im Digitalen oft nicht klar getrennt werden. Wir produzieren mit unseren K\u00f6rpern die Daten, auf die die Dienste angewiesen sind. Wir nutzen die Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden. Die Grenzen verschwimmen und deshalb schlagen manche &#8222;PRODUSER&#8220; vor. Nur eine Frage ist damit nicht gekl\u00e4rt: Inwieweit sind wir auch &#8222;OWNER&#8220;?<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Techno-Optimist:innen wie die aus der Quantified-Self-Szene kritisieren nicht das Ubiquit\u00e4re Computing an sic, sondern experimentieren mit M\u00f6glichkeiten, Ger\u00e4te und Daten aus ihren propriet\u00e4ren K\u00e4figen zu <em>befreien und NutzerInnen die Kontrolle zu geben<\/em>. Andere wollen die <em>die Pr\u00e4senz und Art des Trackings und Messens <\/em> im t\u00e4glichen Leben st\u00e4rker reglementieren. Sie machen sich Sorgen um die <em>Privatsph\u00e4re<\/em>, vor allem wenn Daten in den privatesten Bereichen und R\u00e4umen  erzeugt werden. Au\u00dferdem fordern sie mehr <em>\u00dcberblick<\/em> dar\u00fcber, was mit den Daten gemacht wird. Vor allem, was der Anbieter des Dienstes tut &#8211; welche Daten durch welches Analysemodell und mit Hilfe welcher anderen Daten verarbeitet werden &#8211; was der Dienst mit den pers\u00f6nlichen Daten macht, ohne dass wir Produser:innen davon wissen. Leider gibt es Momentan kein Ger\u00e4t auf dem Markt, das es sofort erm\u00f6glichen w\u00fcrde, den Datenfluss auf ihr eigenes Netz oder Ger\u00e4t zu begrenzen und die Daten nicht mit anderen zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"teilen-mit-wem-noch\"><a><\/a>Teilen &#8211; mit wem noch?<\/h3>\n\n\n\n<p>Drittens wird relevant, ob die aus Produser:innendaten gewonnenen Erkenntnisse auch \u00fcber die a) Produser:innen und b) Anbieter:innen hinaus mit c) Dritten geteilt werden. Nicht zuletzt sind Systeme, die <em>Big Data<\/em> nutzen, auf einen konstanten Fluss von vielen und Daten angewiesen. Infolgedessen versuchen Fitness-Apps und Tracking-Tools, die Nutzer dazu zu bewegen, sie so weit wie m\u00f6glich zu nutzen. F\u00fcr gute Analysemodelle und Voraussagen muss die Erzeugung falscher Daten (z. B. durch Schummeln) oder keiner Daten (Ausschalten der Tracking-Funktionen oder Nichtbenutzung der Ger\u00e4te) begrenzt werden. Eine M\u00f6glichkeit, eine st\u00e4rkere Bindung zu erreichen, ist <em>Gamification<\/em>, d. h. die \u00dcbertragung von spielerischen und Game-Elementen in einen anderen Kontext (z. B. bunte, sich bewegende, interaktive Elemente), und <em>Nudging<\/em> (z. B. Aufforderungen und motivierende, scheinbar pers\u00f6nliche Nachrichten).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"neue-abhangigkeiten\"><a><\/a>Neue Abh\u00e4ngigkeiten<\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist plausibel, dass Gamification sensible oder zu Missbrauch neigende Personen zu ungesundem Verhalten verleiten kann. Grundlegendere Kritik bef\u00fcrchtet die Auswirkungen f\u00fcr die Gesellschaft: Das Verfolgen und \u00dcberwacht-Werden k\u00f6nne zu einer unhinterfragbaren Norm werden und, wenn es schlie\u00dflich <em>Teil unseres Habitus<\/em> wird, die M\u00f6glichkeit, sich dieser Technologie zu widersetzen, immer mehr verringern. So wie die \u00f6ffentliche &#8222;Bewertung&#8220; anderer durch die von digitalen Plattformen &#8222;angebotenen&#8220; oder auferlegten Bewertungssysteme zur Normalit\u00e4t wurde. Oder wie Kinder, die mit smarten Puppen oder mit sie im Auftrag ihrer Eltern \u00fcberwachenden Smartphones gro\u00df werden, von fr\u00fch auf an digitale \u00dcberwachung gew\u00f6hnt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Allgemeiner auf unsere heutigen digitalen Identit\u00e4ten schauend, jenen digitalen Repr\u00e4sentanzen der Pers\u00f6nlichkeit, die wir kontinuierlich erzeugen, muss man ber\u00fccksichtigen, dass besonders die k\u00f6rpernahen Ger\u00e4te eine Unmenge von pers\u00f6nlichen Daten erzeugen. Das Kuratieren der eigenen Identit\u00e4t im Internet wird damit umso schwieriger.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"sicherheit\"><a><\/a>Sicherheit<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen Sicherheit voraussetzen. Insbesondere Menschen, die sich auf <em>Body Machine Interaction (BMI)<\/em> verlassen m\u00fcssen, z. B. auf Herzschrittmacher, Cochlea-Implantate oder Hirnstimulatoren, aber auch auf nicht-invasive Formen wie Smartwatches und Fitness-Tracker, m\u00fcssen zu 100 % auf die Integrit\u00e4t und auf wissenschaftlich valide Analysemodelle vertrauen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Forscher wie <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10676-016-9398-9\">Ienca &#038; Haselager<\/a> (2016) haben verschiedene Szenarien entwickelt, wie Wahrnehmung und Hirn gehackt werden k\u00f6nnten. Ihre Erkenntnisse lassen sich aber auch auf andere Arten der Verbindung zwischen Mensch und Maschinen \u00fcbertragen. Ger\u00e4te k\u00f6nnen nat\u00fcrlich direkt gehackt werden. Bedrohlicher, weil einfacher, ist jedoch die indirekte Manipulation, indem die Verbindung zwischen Ger\u00e4t und Analyse angegriffen und manipuliert wird. Ebenso gef\u00e4hrlich und noch weniger steuerbar sind gew\u00f6hnliche Softwareprobleme, die durch falsche oder nicht gen\u00fcgend sorgf\u00e4ltig getestete Updates hervorgerufen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alltagsnahe Probleme werden bereits von der Maschinenethik aufgeworfen, aber bei weitem noch nicht beantwortet: Wer ist verantwortlich f\u00fcr Handlungen, die durch Mensch-Maschine-Interaktion ausgel\u00f6st werden, welche Kontrollmechanismen m\u00fcssen eingebaut werden, damit ein Mensch eine von einem System ausgef\u00fchrte automatische Handlung kontrollieren kann usw. (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1126\/science.aam7731\">Clausen et al., 2017<\/a>) Es w\u00e4re zu kurz gegriffen, hier nur an Gehirnimplantate oder futuristische Dinge zu denken. Schon autonome Autos, Dienstleistungsroboter oder normale smarte Prothesen bewegen sich hier auf zweideutigem Terrain. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"selbstlernen-und-digitale-bildung\">Selbstlernen und digitale Bildung<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcberwiegen die negativen Aspekte dieser neuen BMI-Ger\u00e4te letztlich ihre Vorteile? Um das zu beantworten muss man zuallererst \u00fcber die Vor- und Nachteile lernen und auch abw\u00e4gen. Die Unternehmen, die mit BMI ihr Geld verdienen, haben bislang nicht gezeigt, dass sie sich daf\u00fcr zust\u00e4ndig f\u00fchlen. Also m\u00fcssen Produser:innen selbst aktiv werden und dabei von digitaler Bildung, Verbraucherschutzorganisationen, digitaler Zivilgesellschaft und Medien besser unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"realistisch-die-eigene-trackingvorlieben-betrachten\">Realistisch die eigene Trackingvorlieben betrachten<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Studie aus der Schweiz (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.3218\/3892-7\" target=\"_blank\">Meidert et al., 2018<\/a>) hat sich genauer damit besch\u00e4ftigt, wie verschiedene Personen diese Tools und Apps nutzen. Sie schlie\u00dfen, wie bereits in unserer Brosch\u00fcre zum Digitalen Selbst beschrieben (<a href=\"https:\/\/dttools.eu\/pdf\/digit-al-io1-the-digital-self.pdf\">Zimmermann, 2021, p. 38<\/a>) dass das Quantifiziertes Selbst Menschen in ihrer K\u00f6rperwahrnehmung (42 %) st\u00e4rkt und ihren K\u00f6rper zu beobachten hilft (27 %). Daher w\u00fcrde es eine Chance f\u00fcr ein besseres Leben er\u00f6ffnen (30 %). Auf der anderen Seite haben viele Bedenken hinsichtlich der Privatsph\u00e4re (31 %), bewerten die datengetriebene Selbstbeobachtung als negativ, da sie die nat\u00fcrliche Kompetenz zur Selbstbeobachtung untergrabe (21 %) und\/oder kritisieren die nicht exakte Messung und halten sie f\u00fcr eine Spielerei (24 %).<\/p>\n\n\n\n<p>Weniger gesunde Menschen sind dagegen zur\u00fcckhaltender. Sie messen generell, wenn es sein muss, sei es zur Pr\u00e4vention, zur Vorbereitung einer Beratung oder weil sie krank sind. Vor allem bei den ungesunden Menschen wachsen die Bedenken. Aus ihren Befragungen schlie\u00dfen die Forscher, &#8222;dass es eine allgemeine Angst gibt, in Zukunft wegen der Wahl des Lebensstils diskriminiert oder benachteiligt zu werden&#8220; (Meidert et al., S. 84).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Allgemeinen messen die Menschen: Schritte (63 %), Gewicht (26 %), Puls (26 %), Kalorien (26 %), Menstruation (23 %), Schlaf (21 %), Treppen (15 %), andere Parameter (15 %) und Blutdruck (9 %) (S. 81). Haupts\u00e4chlich nutzen sie ihre Smartphones mit einer App (62 %), herk\u00f6mmliche Ger\u00e4te (26 %), Aktivit\u00e4tstracker (25 %) und intelligente Uhren (17 %) (ebd., S. 84).<\/p>\n\n\n\n<p>Es scheint empirisch erwiesen, dass es ein aufstiegsorientiertes und ein leistungsorientiertes Milieu von Vieltrackenden gibt, f\u00fcr die der K\u00f6rper als symbolisches Kapital eine wichtige Rolle spielt. Aber dieses repr\u00e4sentiert bei weitem nicht die Mehrheit der Befragten. Zudem: f\u00fcr die Nutzung von Zyklus-Apps zum Beispiel spielen kompetitive Gr\u00fcnde sicher keine Rolle. Anstatt uns also abschrecken zu lassen, lohnt doch ein genauerer Blick.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u00dcberlegen Sie, welche Plattformen, Apps und Ger\u00e4te Sie tracken und welche \u00fcber Sie Messdaten gewinnen.<\/li><li>Wie gehen Sie damit um? Sind Sie neugierig und probieren alle Funktionen durch? Nutzen Sie Ihr Ger\u00e4t kontinuierlich?<\/li><li>Denken Sie w\u00e4hrend der Nutzung an Risiken? <\/li><li>Erfreuen Sie sich allgemein an Daten? <\/li><li>Versuchen Sie Ihr Ger\u00e4t hin und wieder zu betr\u00fcgen?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Welche der von den Schweizer Wissenschaftler:innen identifizierten Typen stehen Ihnen besonders nahe?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><thead><tr><th>1 Anna, die Sportliche<\/th><th>2 Toby, der Technikaffine<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Trackt beim Laufen, um Strecke, Zeit und Puls sowie den Fortschritt zu messen. Sie m\u00f6chte optimal trainieren und sich auf ihr Trainingsziel vorbereiten. Sonst trackt sie gar nicht.<\/td><td>ist neugierig auf die Technik, darauf, was sie bietet und wie sie sich verwenden l\u00e4sst. Das Tracken macht ihm Spass. Hat viele Ger\u00e4te und Gadgets, die er einsetzt und testet.<\/td><\/tr><tr><td><strong>3 Tamy, die Diabetikerin<\/strong><\/td><td><strong>4 Juan, der kritische Nichtnutzer<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Weil sie eine chronische Erkrankung hat, trackt sie. Sie misst ihre Blutzuckerwerte sehr oft am Tag, um gesund zu bleiben.<\/td><td>Trackt nicht, weil er nicht m\u00f6chte, dass seine Daten anderen zug\u00e4nglich sind. M\u00f6chte auch nicht zu viel \u00fcber sich wissen, sondern eher nach seinem Gef\u00fchl leben.<\/td><\/tr><tr><td><strong>5 Klaudia, die Vieltrackerin<\/strong><\/td><td><strong>6 Steven, der Schrittz\u00e4hlende<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Um ihr Gewicht zu reduzieren misst sie viele Parameter systematisch und leitet Wissen daraus ab. Sie will sich Dinge anhand von Zahlen bewusst machen.<\/td><td>Trackt Schritte mit einem Schrittz\u00e4hler, um gerade auch in seinem Alter fit zu bleiben. Er setzt sich t\u00e4gliche Schrittziele.<\/td><\/tr><tr><td>Mehr zu den Profilen und Quelle: <br><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3218\/3892-7\">Meidert et al, S. 92 ff.<\/a><\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"befahigung-durch-technologie-1\">Bef\u00e4higung durch Technologie?<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-regular\"><table><thead><tr><th>Helfen Ihnen die Daten und die Analyse, Ihre&#8230;<\/th><th>+5<\/th><th>+3<\/th><th>0<\/th><th>-3<\/th><th>-5<\/th><th>Summe<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>F\u00e4higkeiten zu verbessern?<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Probleme zu l\u00f6sen?<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Selbstbestimmung, Teilhabe und Unabh\u00e4ngigkeit zu verbessern?<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>Verf\u00fcgungsgewalt und Kontrolle \u00fcber ihre Daten und Ger\u00e4te zu erh\u00f6hen?<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"app-und-gerate-check\">App- und Ger\u00e4te-Check<\/h3>\n\n\n\n<p>In Tests und Bewertungen von Tracking Apps und Ger\u00e4ten und von sozialen Plattformen kommen diese Aspekte leider fast gar nicht vor. Eine Sache w\u00e4re, darauf zu dr\u00e4ngen, dass oben genannte Aspekte aufgenommen werden und den Bedingungen f\u00fcr Teilen und Datenanalyse mehr Gewicht bei den Kaufentscheidungen zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem m\u00fcssen wir als Gesellschaft diskutieren, welche Formen des Trackens oder der Datenweitergabe verboten werden sollen oder durch alternative privatsph\u00e4revertr\u00e4glichere Alternativen ersetzt werden k\u00f6nnen: Zum Beispiel, dass man Analyse ohne Internetzugriff betreiben kann, dass Daten mir offen zur Verf\u00fcgung stehen, so dass ich sie auch mit anderen Programmen auslesen kann, dass ich entscheiden kann, wem sie in welcher Form, wie lange und f\u00fcr welchen Zweck zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Keine der getesteten Smartwatches konnte 2019 die deutsche Stiftung Warentest hinsichtlich des Datenschutzes \u00fcberzeugen. Allerdings floss dieser <a href=\"https:\/\/www.test.de\/Smartwatch-Fitnessarmband-Laufuhr-Wearables-Test-5254021-0\/\">gerade mal mit 10% in die Bewertungen<\/a> ein.<\/li><li>F\u00fcr Android-Nutzer erm\u00f6glicht die <a href=\"https:\/\/gadgetbridge.org\/\">Open-Source App Gadgetbridge<\/a> einige Fitnesstracker und Smartwatchmodelle ohne Konto bei den Herstellern und ohne Internetverbindung zu nutzen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"fur-welchen-sozialen-mehrwert-bin-ich-bereit-personliche-daten-zu-teilen\">F\u00fcr welchen sozialen Mehrwert bin ich bereit, pers\u00f6nliche Daten zu teilen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Die CoronaApp hat den Nutzen von k\u00f6rpernaher Technologie auch f\u00fcr die Allgemeinheit demonstriert. Es gibt dar\u00fcber hinaus auch weitere Szenarien, in denen die Weitergabe von pers\u00f6nlichen Daten im eigenen und im \u00f6ffentlichen Interesse sein kann. Zum Beispiel bei Pandemien, in Katastrophenf\u00e4llen, oder um GesundheitsforscherInnen zu erm\u00f6glichen, ihre Forschung besser am gesellschaftlichen Bedarf auszurichten oder ihre Theorien auf den empirischen Pr\u00fcfstand zu stellen. Was w\u00fcrden Sie preisgeben und in welcher Form?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die EU plant einen <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/health\/ehealth-digital-health-and-care\/european-health-data-space_de\">European Health Data Space<\/a><\/li><li>In Deutschland wurde im Koalitionsvertrag 2021 die Einf\u00fchrung eines &#8222;Gesundheitsdatennutzungsgesetzes&#8220; beschlossen. Zudem wird die Idee vorangetrieben, dass B\u00fcrgerInnen freiwillig Daten spenden k\u00f6nnen und anonymisierte Daten via <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/service\/publikationen\/details\/daten-fuer-eine-bessere-versorgung-nutzen-machbarkeitsstudie-virtuelles-netzwerk-gesundheitsdaten-kurzbericht.html\">Big Data zweitverwertet<\/a> werden.<\/li><li>Wie w\u00fcrden Sie abw\u00e4gen? Medizinischer Fortschritt versus Privatsph\u00e4re? Stimmen Sie dem Chef der BARMER zu? <a href=\"https:\/\/www.bifg.de\/news\/2021-gesundheitsdaten-besser-nutze\">\u201eIch m\u00f6chte nicht, dass auf meinem Grabstein steht, hier ruht Herr Straub, seine Daten waren sicher.\u201c<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"bedenken-second\"><a><\/a>Bedenken second?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel, wie es nicht gehen kann, ist sicherlich die Elektronische Patiententakte in Deutschland. Obwohl ein Mammutprojekt erm\u00f6glicht sie noch kurz vor ihrer Einf\u00fchrung Anfang 2022 Patient:innen ohne geeignete Ger\u00e4te immer noch nicht, dokumentengenau zu bestimmen, welches Gesundheitspersonal welche Daten einsehen darf. Im schlimmsten Fall kann die Orthop\u00e4din die psychotherapeutischen Befunde von vor 20 Jahren einsehen. Es wird auch nicht dokumentiert, wer welches Dokument eingesehen hat (<a href=\"https:\/\/www.bfdi.bund.de\/DE\/Buerger\/Inhalte\/GesundheitSoziales\/Allgemein\/elektronischePatientenakte.html\">BfDI<\/a>). Es w\u00e4re gut, wenn wir nicht darauf vertrauen m\u00fcssten, dass solche grotesken Fehlplanungen nach und nach von <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/elektronische-gesundheitskarte\">ehrenamtlich Aktiven wie aus dem Chaos Computer Club<\/a> oder von Datenschutzbeauftragten fast schon zuf\u00e4llig aufgedeckt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst recht k\u00f6nnen wir bei privatwirtschaftlich organisierten Projekten nicht hoffen, dass Privatsph\u00e4re, Vertraulichkeit, Sicherheit oder Kontrolle den h\u00f6chsten Stellenwert genie\u00dfen. Zudem ist die Weiterentwicklung tendenziell eher von \u00f6konomischen als von medizinischen Interessen getrieben (<a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Publikationen\/GrauePublikationen\/SpotGes_Health_apps_en_final.pdf\">Bertelsmann Stiftung, 2016<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<p>Privatsph\u00e4re ist heutzutage wesentlich weiter zu fassen als nur der Schutz der Daten vor Manipulation oder dem Zugriff von Nicht-Befugten. Zum Schutz ihrer Privatsph\u00e4re m\u00fcssen Produser:innen auch Daten kontrollieren sowie dem Markt oder anderen wieder entziehen k\u00f6nnen. Andere hingegen sind, wie oben beschrieben, der Meinung, die Privatsph\u00e4re sei gewahrt, sofern der Schatz von Gesundheitsdaten wirksam anonymisiert sei und er k\u00f6nne so der Forschung zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr mich gut sein kann, schadet m\u00f6glicherweise anderen. Nehmen wir zum Beispiel an, die Idee von Versicherungen w\u00fcrde sich durchsetzen und ihre Tarife w\u00fcrden an Tracking gebunden werden. Warum? Weil sich Risiken so viel pr\u00e4ziser bemessen lassen. Nat\u00fcrlich werden gesunde und risikoarme Personen davon profitieren, vulnerable Gruppen daf\u00fcr aber massiv draufzahlen und gezwungen, ihren Lebensstil vor Algorithmen zu rechtfertigen. In diesem Sinne treffen wir Entscheidungen nicht nur f\u00fcr uns, sondern auch f\u00fcr andere mit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"reden-wir-uber-die-digitalisierung-am-korper\">Reden wir \u00fcber die Digitalisierung am K\u00f6rper<\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl Viele Unbehagen sp\u00fcren, wenn sie an Tracking, Messen, Algorithmen in Zusammenhang mit K\u00f6rperdaten oder im Zusammenhang mit Implantaten und Prothesen denken, hoffe ich, dass dieser Beitrag etwas Neugierde wecken konnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Gerade an den Unmengen von personenbezogenen Daten und der zunehmenden Zahl von Sensoren um jede:n von uns herum wird sich eine verbesserte (europ\u00e4ische) Regulierung beweisen m\u00fcssen. Hier wird sich zeigen, ob der europ\u00e4ische Weg zur Digitalisierung deutlich anders sein wird, als der nordamerikanische oder chinesische. <\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig verbinden Viele existenzielle Hoffnung mit den M\u00f6glichkeiten dieser Form der Digitalisierung, die ihnen helfen kann, ihre F\u00e4higkeiten selbstbestimmt zu erweitern. Da wird es dann doch definitiv viel zu interessant, als dass wir das Thema nur den Ingenieur:innen \u00fcberlassen sollten! <\/p>\n\n\n\n<p>Zu guter Letzt sei angemerkt: Obwohl Vielen unbehaglich ist beim Gedanken an das Thema, sind noch mehr Menschen daran interessiert oder praktizieren das quantifizierte Selbst bereits im kleinen. Somit ist ihre Erfahrung eine Kompetenz, die die (politische) Bildung und digitale Bildung bislang nicht wirklich ber\u00fccksichtigt. Vielleicht \u00e4ndert sich das?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"referenzen\">Referenzen<\/h2>\n\n\n\n<p>Bertelsmann Stiftung (2016). Health Apps, Spotlight Healthcare. G\u00fctersloh. <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Publikationen\/GrauePublikationen\/SpotGes_Health_apps_en_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Publikationen\/GrauePublikationen\/SpotGes_Health_apps_en_final.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bundesbeauftragter f\u00fcr Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI): Die elektronische Patientenakte (ePA) <a href=\"https:\/\/www.bfdi.bund.de\/DE\/Buerger\/Inhalte\/GesundheitSoziales\/Allgemein\/elektronischePatientenakte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bfdi.bund.de\/DE\/Buerger\/Inhalte\/GesundheitSoziales\/Allgemein\/elektronischePatientenakte.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Clausen, J.; Fetz, E., Donoghue, J.; John Donoghue, Ushiba, J; Chandler, J.; Sp\u00f6rhase, U.; Birbaumer, N.; Soekadar, S. (2017). Help, hope, and hype: Ethical dimensions of neuroprosthetics. Science 2017\/06\/30, p.1338 f. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1126\/science.aam7731\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1126\/science.aam7731<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ienca, M; Haselager, P. (2016). Hacking the brain: brain\u2013computer interfacing technology and the ethics of neurosecurity. In Ethics Inf Technol (2016) 18: 117. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10676-016-9398-9\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10676-016-9398-9<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Meidert, U.; Scheermesser, M.; Prieur, Y.; Hegyi, S.; Stockinger, K.; Eyyi, G.; Evers-W\u00f6lk, M.; Jacobs, M.; Oertel, B.; Becker, H. (2018). Quantified Self &#8211; Schnittstelle zwischen Lifestyle und Medizin. TA-SWISS 67, Z\u00fcrich. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.3218\/3892-7\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.3218\/3892-7<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesunde und demokratische Digitalisierung ist Technologie im Dienste der Menschen. Dieser Satz dr\u00fcckt unsere Hoffnung und Neugier auf neue Entwicklungen aus, gibt aber auch unseren Bedenken Raum &#8211; ab wann dienen die Menschen den Maschinen statt umgekehrt? Beim Thema Tracking und der Digitalisierung des K\u00f6rpers kommen diese Fragen schnell auf. 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