{"id":5099,"date":"2026-03-04T21:10:28","date_gmt":"2026-03-04T20:10:28","guid":{"rendered":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/?p=5099"},"modified":"2026-03-23T22:01:40","modified_gmt":"2026-03-23T21:01:40","slug":"eine-politischere-bildung-zur-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/eine-politischere-bildung-zur-digitalisierung\/","title":{"rendered":"Warum ben\u00f6tigen wir eine politischere digitale Bildung?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Politische Bildung bef\u00e4higt Lernende, sich an demokratischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und diese mitzugestalten, die Kompetenz zu entwickeln, kritisch \u00fcber Politik nachzudenken, und selbst zur demokratischen Kultur  beizutragen. In \u00dcbereinstimmung mit der Perspektive des Europarates wird deutlich, dass eine solche P\u00e4dagogik sowohl die (analytische) F\u00e4higkeit zum Denken und Urteilen, als auch die (auch praktischen) Fertigkeiten sowie Einstellungen anspricht, die f\u00fcr die Beteiligung als aktive und m\u00fcndige B\u00fcrger:innen erforderlich sind. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Politische Bildung beschreibt \u201eBildung, Ausbildung, Bewusstseinsbildung, Information, Praktiken und Aktivit\u00e4ten, deren Ziel es ist, Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Kompetenzen und Verst\u00e4ndnis sowie der Entwicklung ihrer Einstellungen und ihres Verhaltens zu bef\u00e4higen, ihre demokratischen Rechte und Pflichten in der Gesellschaft wahrzunehmen und zu verteidigen, den Wert von Vielfalt zu sch\u00e4tzen und im demokratischen Leben eine aktive Rolle zu \u00fcbernehmen, in der Absicht, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu f\u00f6rdern und zu bewahren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Charta \u00fcber die politische Bildung und Menschenrechtsbildung (Europarat CM\/Rec (2010)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein solcher Bildungsansatz erreicht dies durch gesellschafts\u00adpolitische Lernangebote. Er sucht das Politische im Allt\u00e4glichen und thematisiert gleichzeitig gesellschafts\u00adpolitische Debatten und Enwicklungen aus der Perspektive der Demokratie und der Menschenrechte. Dadurch wird eine Verbindung hergestellt zwischen dem allt\u00e4glichen Handeln politisch wirksamer B\u00fcrger:innen (meine eigenen Handlungen und Handlungen in meinem unmittelbaren Umfeld) und den strukturell wirkm\u00e4chtigen Bereichen des Politischen (wie Regieren, Regelsetzung und -durchsetzung, grundlegende Entscheidungen und Leitprinzipien).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Digitale ist politisch<\/h2>\n\n\n\n<p>Es liegt auf der Hand, dass sich eine Bildung, die sich auf \u201adas Politische\u2018 konzentriert, nicht mit einem Diskurs \u00fcber Digitalisierung zufrieden geben kann, der die sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen der Digitalpolitik und der digitalen Entwicklung weitgehend ignoriert. In den letzten Jahren ist das Bewusstsein daf\u00fcr gewachsen, wie politisch Plattformisierung, KI, strukturelle Entscheidungen im Informations\u00f6kosystem und Wettbewerbs\u00adentscheidungen im digitalen Markt sind. Bildung muss hier entschlossen handeln. Sie muss die Lernenden als B\u00fcrger:innen ernst nehmen und sie auch so ansprechen, statt sie nur als Konsument:innen oder sogenannte \u201eNutzer:innen\u201d zu adressieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Handbuch, dem dieser Beitrag entnommen wurde, tr\u00e4gt den Titel \u201eMehr als nur mit dem Strom schwimmen\u201c. Denn wenn ich immer mitschwimme, werde ich irgendwann nicht mehr wissen, was es bedeutet, gegen den Strom zu schwimmen. Vielleicht m\u00f6chte ich auch mehr \u00fcber Wasser und das \u00d6kosystem lernen oder mit Formen des Zusammenlebens, Aquarien und Schwimmvariationen experimentieren, die traditionell nicht vorgesehen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der normative Bezugsrahmen, in dem diese Bildung stattfindet, ist nat\u00fcrlich nicht der Cyberspace, die Zukunft oder die digitale Welt. Im Kern geht es um die Zukunft der Demokratie im Digitalen, im Analogen und an deren Schnittstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner Bildsprache und Haltung mit Fokus auf das \u201eNeue\u201c und \u201eins Neue\u201c gibt es im Digitalkontext noch die abenteu\u00aderliche Welt der (europ\u00e4ischen und nordame\u00adrikanischen) Kolonisatoren-Entdecker, die wir ansonsten heute ziemlich kritisch sehen. Die Digitalisierung wird von Vielen in Stellung gebracht gegen \u00dcberlegungen, die in Richtung einer von Beck beschriebenen reflexiven Moderne gehen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eEs geht also nicht mehr oder nicht mehr ausschlie\u00dflich um die Nutzbarmachung der Natur, um die Herausl\u00f6sung des Menschen aus traditionellen Zw\u00e4ngen, sondern es geht auch und wesentlich um Folgeprobleme der technisch-\u00f6konomischen Entwicklung selbst. Der Modernisierungsprozess wird \u201areflexiv\u2018, sich selbst zum Thema und Problem. Fragen der Entwicklung und des Einsatzes von Technologien (in den Bereichen Natur, Gesellschaft und Pers\u00f6nlichkeit) werden von Fragen der politischen und wirtschaftlichen \u201aBew\u00e4ltigung\u2019 der Risiken tats\u00e4chlich oder potenziell genutzter Technologien in den Hintergrund gedr\u00e4ngt\u2026\u201c (Beck, 1986, S. 26)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wenn die Digitalisierung die Wiedergeburt des Solutionismus (und des Ingenieur-Genies hinter den L\u00f6sungen ) w\u00e4re, welche Folgen h\u00e4tte dies f\u00fcr die Gesellschaft, f\u00fcr die Beziehungen zwischen Menschen und zwischen Mensch und Maschine? Der Eintritt in die \u201erisikoignorante Gesellschaft\u201d, geleitet von globalen Super\u00adplattformen und gemanagt von Ingenieurs-Problem\u00adl\u00f6ser:innen? W\u00e4re das ein zivilisatorischer Fortschritt?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt andererseits keinen Grund, ein allzu d\u00fcsteres Bild zu zeichnen. Das dezentrale, offene, freie und rechenschafts\u00adpflichtige Internet lebt und w\u00e4chst, wenn auch weitgehend unter dem Radar der \u00d6ffentlichkeit im Maschinenraum der Digitalisierung. Diskurs und Gegendiskurs sind f\u00fcr den Fortschritt unerl\u00e4sslich. Umso wichtiger ist es f\u00fcr unsere Gesellschaften, sich \u00fcber die Debatten rund um das umfassendere technologie\u00adpolitische Modell zu informieren und sich daran zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitalisierung und Staat:<\/strong> Je nachdem, in welcher politischen Kultur wir aufgewachsen sind, haben wir unterschiedliche Sichtweisen auf den Staat, Politik, Strafverfolgung oder das Rechtssystem. Gleichzeitig spielt der Staat in einer Demokratie eine grundlegende Rolle bei Entscheidungsfindung und bei der digitalen Governance. Es geht also nicht darum, Vertrauen oder Misstrauen in den Staat zu propagieren, sondern kritisches Denken dar\u00fcber zu f\u00f6rdern, wie sich Staat, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien und B\u00fcrger:innen gegenseitig erg\u00e4nzen und ausgleichen. Da die digitale Technologie in allen Lebensbereichen zu einem wichtigen Faktor wird, wird die allgemeine Handlungsf\u00e4higkeit des demokratischen Staates mehr daran gemessen werden, wie er eine gute und effiziente Governance des Digitalen hinbekommt, von konkreten Entscheidungen \u00fcber eine Smart City oder Digitalisierungsprojekte einer \u00f6ffentlichen Verwaltung bis hin zu weitreichender Plattform-Governance.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Digitalpolitik weitgehend auf europ\u00e4ischer Ebene gestaltet wird, ist ein so skizzierter Ansatz auch ein Beispiel f\u00fcr <strong>europapolitische Bildung<\/strong>, die \u00fcber ein grundlegendes Verst\u00e4ndnis der Institutionen hinaus angelegt wird. Da die europ\u00e4ische \u00d6ffentlichkeit jedoch sehr schwach ist, wird dies seit langem von Regierungen und Polarisierer:innen ausgenutzt. Diskussionen \u00fcber wegweisende europ\u00e4ische Projekte werden in nationalen Debatten viel zu sp\u00e4t aufgegriffen. Manchmal wird in Europa das Gegenteil von dem gesagt, was in der nationalen Politik angek\u00fcndigt wird. Populist:innen nutzen jede Gelegenheit, um Stimmung gegen Europa zu machen. Dies ist besonders problematisch f\u00fcr die Digitalpolitik in der Europ\u00e4ischen Union und im Europarat. Die B\u00fcrger:innen erfahren in der Regel erst dann von den Projekten, wenn der Lobby-Kampf fast vorbei ist. Die europ\u00e4ische Demokratie h\u00e4ngt also besonders von einer st\u00e4rker europ\u00e4isch ausgerichteten Bildung zu digitalen Themen ab. <\/p>\n\n\n\n<p>P\u00e4dagog:innen und Jugendarbeiter:innen sollten sich demzufolge mehr mit der Digitalpolitik vertraut machen, etwa die Newsletter der digitalen Zivilgesellschaft lesen oder die europ\u00e4ischen Expert:innen und Forscher:innen aufsp\u00fcren, insbesondere solche mit einem kritischen politischen Verst\u00e4ndnis der Digitalisierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der europ\u00e4ischen Dimension hat die Digitalisierung auch eine <strong>globale Dimension<\/strong>. Das Internet selbst, transnationale Infrastrukturen und globale Wertsch\u00f6pfungs\u00adketten des digitalen Kapitalismus und der Hardware-Produktion sollten in das globale Lernen verstanden als Global Citizenship Education integriert werden. Kritische Forschung liefert globale Perspek\u00adtiven auf Entwicklungen und zeigt Asymmetrien und Ungleich\u00adheiten auf. Die Ausbeutung von Rohstoffen und seltenen Erden ist seit langem ein Thema f\u00fcr einige Bildungspraktiken, oft im Kontext der Entwicklungs\u00ad\u00adzusam\u00admenarbeit. Bildung und Jugendarbeit m\u00fcssen jedoch mit den aktuellen wissen\u00adschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten Schritt halten. Der Daten\u00adkolo\u00adnialismus verweist auf diejenigen, die als irregul\u00e4re oder schlecht bezahlte Arbeitskr\u00e4fte das KI-Wunder (unter anderem) m\u00f6glich machen, sowie auf die Tatsache, dass der Platt\u00adform\u00ad\u00adkapita\u00adlismus von ungerechter und oft unmoralischer Aneignung abh\u00e4ngt \u2013 \u201edie Datafizierung in die l\u00e4ngere Geschichte der kolonialen Aneignung von Territorien und nat\u00fcrlichen Ressourcen auf globaler Ebene einordnend\u201c (Couldry &#038; Mejias, 2019, S. 11). Ein Blick darauf, wer uns bei Lieferdiensten arbeitend begl\u00fcckt oder wer in den Fabriken der IT-Industrie f\u00fcr grundlegende Arbeitnehmer:innenrechte k\u00e4mpfen muss, macht ebenfalls deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine akademische Debatte handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die <strong>Umwelt und das Klima<\/strong>? Obwohl anerkannt ist, dass Elektroschrott und Rohstoffabbau mit ihren \u00f6kologischen Folgen untrennbar mit Hardware verbunden sind, wird auf der Softwareseite das gegenteilige Bild vermittelt. Der politische Wille dr\u00fcckt sich in Variationen \u00e4hnlich wie im Europ\u00e4ischen Klimagesetz aus: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDigitaler Wandel, technologische Innovation sowie Forschung und Entwicklung sind ebenfalls wichtige Triebkr\u00e4fte f\u00fcr die Verwirklichung des Ziels der Klimaneutralit\u00e4t.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Europ\u00e4isches Klimagesetz (EU VO 2021\/1119)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Daten und Entwicklungen weisen in eine andere Richtung: Derzeit gef\u00e4hrdet die Digitalisierung Klimaziele, die Verwirklichung einer Kreislaufwirtschaft, die l\u00e4ngere Nutzung von Ressourcen und ethischere Lieferketten. F\u00fcr empowernde Bildung bedeutet dies, Daten und Strategien zu untersuchen, Diskurse anzusto\u00dfen und zu unterst\u00fctzen: Welche Arten der Infrastrukturen, Hardware und Dienstleistungen k\u00f6nnen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen und welche gef\u00e4hrden allgemeine gesellschaftliche Nachhaltigkeitsziele?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die digitale Wirtschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>Datafizierung und Plattformisierung sind kulturell pr\u00e4gend geworden. Sie k\u00f6nnen jedoch nur verstanden werden, wenn man sich mit ihren <strong>wirtschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen<\/strong> befasst. Wenn \u201eDaten das \u00d6l der digitalen Wirtschaft sind\u201c, dann sprechen wir zuerst \u00fcber Wirtschaft und Wirtschaftslenkung, danach \u00fcber IT-Engineering oder verwandte Wissenschaften. Bildung sollte die verschiedenen zum Verst\u00e4ndnis der digitalen Wirtschaft unterbreiteten Schlagw\u00f6rter und Konzepte diskutieren, wie z. B.: Daten\u00adkapita\u00adlismus, Plattform\u00adkapitalismus, \u00dcberwachungs\u00adkapita\u00adlismus, Europ\u00e4ischer Datenraum, \u201eGAFAM\u201c oder \u201eBig Tech\u201c. Wir k\u00f6nnten auch unser Bewusstsein f\u00fcr die realen und noch tragf\u00e4higen Alternativen zu diesen Modellen sch\u00e4rfen \u2013 die Widerstandsf\u00e4higkeit des freien, interoperablen, offenen und vielf\u00e4ltigen Internet-\u00d6kosystems betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich umfasst \u00f6konomische Bildung auch <strong>praktische Finanzbildung und Verbrau\u00ad\u00adcher:innen\u00adbildung<\/strong>. Verbraucher\u00adschutz\u00adangebote zu Kaufent\u00adscheidungen, zum Risiko von Verschuldung, zu Verbraucherrechten, Entscheidungs\u00adfindungen und Dark Patterns im Online-Kontext sollten nicht nur wenigen Privile\u00adgierten vorbehalten sein. Denn wir sehen, dass zunehmend junge Menschen als Produzent:innen auftreten \u2013 als Anbie\u00adter:innen von Inhalten (z. B. Content-Ersteller) oder als H\u00e4nd\u00adler:innen von Waren oder spekulierend mit Finanz\u00adprodukten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Digitale ist ein Erfahrungsraum<\/h2>\n\n\n\n<p>Manche m\u00f6gen diesen Ansatz als sehr kognitiv empfinden, aber das ist er nicht. Im Gegenteil, wir sind begeisterte Nutzer:innen digitaler Technologien und glauben, dass Neugier und eine kritische Haltung sehr gut zusammenpassen. Digitale Bildung sollte immer ein Feld des Experimentierens und ein Raum der Selbsterm\u00e4chtigung sein \u2013 spielerisch, medien\u00adorientiert, experimentell, interaktiv, unterhaltsam. Neugier sollte sich nicht<br>nur auf das erstrecken, was andere als Standard festlegen, sondern auch auf alternative Formen der Digitalisierung, die zwischen den Mainstream-Plattformen entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend bleibt zu hoffen, dass deutlicher wurde, wo wir den Unterschied zwischen Bildung mit digitalen Werkzeugen und gesellschaftspolitisch bewusster Bildung \u00fcber digitale Technologie sehen. Lernen <strong>mit<\/strong> digitalen Werkzeugen, Diensten und Plattformen; Lernen <strong>\u00fcber<\/strong> diese Dienste und Plattformen, die damit verbundenen Interessen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft; und Lernen, das Menschen bef\u00e4higt, sich <strong>f\u00fcr <\/strong>die Art von Digitalisierung und Digitalpolitik einzusetzen, die ihren W\u00fcnschen und Werten entspricht<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Perspektive verdeutlicht, was andere Konzepte der digitalen Kompetenz oft nicht oder nur am Rande behandeln: kritisches Denken, unabh\u00e4ngiges Handeln, selbstgesteuerte Ver\u00e4nderung und Fragen zum ethischen und politischen Rahmen jeder Digitalpolitik und zum digitalen Kapitalismus entwickelnd. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Leitlinien und Modelle zur St\u00e4rkung digitaler Kompetenzen, auf die Bildner:innen in ihrer Arbeit sto\u00dfen, sollten sie auch aus einer politischen Perspektive betrachten, damit sie jungen Menschen erm\u00f6glichen k\u00f6nnen, grundlegend \u00fcber die Digitalisierung nachzudenken, zu lernen, wie das alles in den Maschinenr\u00e4umen von Tracking und Analyse funktioniert, und ihre Rechte und Chancen zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Kontrollparadoxon<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Ein Paradoxon der Digitalisierung besteht darin, dass Menschen sie akzeptieren und digitale Dienste und Ger\u00e4te nutzen, weil sie glauben, so Kontrolle und Sicherheit zu bekommen \u2013 etwa jederzeitigen Zugriff auf ihr Bankkonto, auf Informationen oder auf ihr soziales Netzwerk<\/td><td>Gleichzeitig steigen das Risiko, die Kontrolle zu verlieren, und<br>die Gefahren. Je allgegenw\u00e4rtiger die Technologie ist, desto weniger f\u00fchlen sich die Menschen in der Lage, aktiv einzugreifen. Sie haben gelernt, mit der Angst vor dem Kontrollverlust zu leben, aber sie verschwindet nicht.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Technologie jenseits der Determinismen neu denken<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn wir nach unserer Beziehung zur Technologie gefragt werden, was antworten wir? Was sagen unsere Partner:innen und was unsere Lerner:innen? Die Antworten k\u00f6nnen naturgem\u00e4\u00df sehr unterschiedlich ausfallen, aber selten entsprechen sie dem Narrativ rund um die digitale Technologie \u2013 spannend, revolution\u00e4r, magisch. Wenn wir uns ein ausgewogenes Bild machen wollen und nicht nur den Hype verst\u00e4rken, m\u00fcssen wir uns von allzu groben deterministischen Annahmen l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6ren wir also den Menschen zu, wenn sie ihre authentischen (und oft widerspr\u00fcchlichen) Gef\u00fchle gegen\u00fcber Ger\u00e4ten, Plattformen und Diensten \u00e4u\u00dfern. Menschen, die glauben, nicht kompetent genug zu sein, neigen dazu, sich daf\u00fcr zu  entschuldigen. Aber sind sie das wirklich, oder sind sie einfach nur zu selbstkritisch? Ist die Notwendigkeit, cleveres Prompting <br>zu lernen, nicht auch ein Hinweis auf die technische  Unvollkommenheit vermeintlich intuitiver Systeme?<\/p>\n\n\n\n<p>Darauf aufbauend k\u00f6nnen wir uns der kritischen digitalen Kompetenz zuwenden: Wie lernen junge Menschen, mehr als nur \u201eNutzer:innen\u201d zu sein \u2013 wie hinterfragen, gestalten, hacken oder nutzen sie IT anders? Wir brauchen B\u00fcrger:innen, nicht nur Nutzer:innen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine verzerrte Debatte \u00fcberwinden<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Bild, dass \u00f6ffentliche Debatten in Medien und politischen Vorschl\u00e4gen von der Einstellung der Menschen zur Digitalisierung vermitteln, ist verzerrt. Umfragedaten deuten <strong>nicht<\/strong> darauf hin, dass alle im Alarmmodus sind, dass ihnen die Entwicklung nicht schnell genug gehen kann, dass sie unkritische Nutzer:innen seien oder dass sie bef\u00fcrchten, ihr Land (welches auch immer das sein mag) k\u00f6nnte aufgrund mangelnder digitaler Resilienz ins Hintertreffen geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon vor der \u00dcbernahme von Twitter durch Elon Musk wurden Tech-Unternehmen kritisch gesehen, und die Menschen hielten auch wirksam durchsetzbare digitale Rechte stets f\u00fcr wichtig. Gleichzeitig hat die Gesellschaft kontinuierlich auch Offenheit gezeigt. Die \u00f6ffentliche Meinung ist im Allgemeinen also etwas ausgewogener als die Kommunikation der Unternehmen, die die problematischen Aspekte der digitalen Transformation oft als notwendige Disruption und die Digitalisierung an sich als<br>universelle L\u00f6sung f\u00fcr soziale Probleme darstellt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auswirkungen der Digitalisierung auf das t\u00e4gliche Leben<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Welche Auswirkungen haben Ihrer Meinung nach die neuesten digitalen Technologien derzeit? Die Werte in Klammern zeigen die Ver\u00e4nderung seit 2017.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table has-medium-font-size\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><\/td><td>Sehr <strong>positiv<\/strong><\/td><td>Etwas positiv<\/td><td>Insgesamt negativ<\/td><td>Sehr <strong>negativ<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Wirt\u00adschaft<\/td><td>12 % <br>(-11 %)<\/td><td>50 % <br>(- 2 %)<\/td><td>18 % <br>(+8 %)<\/td><td>5 % <br>(+2 %)<\/td><\/tr><tr><td>Lebens\u00adqualit\u00e4t<\/td><td>12 % <br>(-4 %)<\/td><td>50 % <br>(=)<\/td><td>19 % <br>(+5 %)<\/td><td>5 % <br>(+1 %)<\/td><\/tr><tr><td>Auswir\u00adkungen auf die Gesell\u00adschaft<\/td><td>10 % <br>(- 5 %)<\/td><td>49 % <br>(- 3 %)<\/td><td>26 % <br>(+6 %)<\/td><td>7 % <br>(+2 %)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>Quelle: Eurobarometer Spezial 554, QB 1 (2024); In Klammern: Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber Eurobarometer 460 (2017)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen einen l\u00e4ngerfristigen Trend zu gr\u00f6\u00dferer Kritik beobachten: 2017 wurde die digitale Transformation allgemein mit mehr Begeisterung aufgenommen, aber bis 2024 gingen die sehr positiven Bewertungen zur\u00fcck (die Ver\u00e4nderungen zwischen 2017 und 2024 sind in Klammern angegeben). <\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig nahmen kritischere Einstellungen zu, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft und auf den Arbeitsmarkt\/die Wirtschaft. Im Jahr 2024 war das Thema KI sehr pr\u00e4sent. Es gab Debatten \u00fcber die EU-KI-Richtlinie, und ChatGPT und andere Large Language Models wurden bekannt und weit verbreitet. Es ist au\u00dferdem anzumerken, dass man in Europa im Allgemeinen dazu neigt, die Digitalisierung kritischer zu sehen als in anderen Teilen der Welt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Perspektive der Jugend<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine junge Generation, die mit der Digitalisierung aufw\u00e4chst, von fr\u00fchester Kindheit an digitale Daten generiert, analysiert, teilt und speichert w\u00e4chst anders auf als \u00e4ltere Generationen. Diese Datenwolke ist nicht mehr nur ein fragmentarisches Spiegelbild des Selbst, sondern Teil davon. Wie k\u00f6nnen wir ihnen mehr Kontrolle und Handlungsf\u00e4higkeit in Bezug auf ihr digitales Selbst geben? Diese Frage ist f\u00fcr andere Generationen zwar nicht neu, f\u00fcr \u201euns\u201c, deren Leben noch nicht vollst\u00e4ndig digitalisiert ist, jedoch weniger grundlegend. In diesem Sinne tragen ein besserer Datenschutz und mehr Privatsph\u00e4re zur \u201eintergenerationellen Empathie\u201c bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange Zeit wurde diskutiert, ob die sogenannten \u201eDigital Natives\u201c, also die Generation, die ganz selbstverst\u00e4ndlich mit digitaler Technologie aufwuchs, mit dieser Technologie kl\u00fcger oder eher unvorsichtiger umgeht. Empirisch l\u00e4sst sich nicht best\u00e4tigen, dass diese Generation \u00fcber eine h\u00f6here Kompetenz verf\u00fcgt. Junge Menschen haben eher eine positivere und optimistischere Einstellung, wie die folgende Statistik zu KI im Arbeitskontext zeigt. Dies l\u00e4sst sich einerseits durch die Allt\u00e4glichkeit des Digitalen erkl\u00e4ren, andererseits durch die Tatsache, dass sie im Vergleich zu anderen Generationen bisher relativ wenig Erfahrung im Arbeitskontext gesammelt haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jugendliche zu KI-Anwendungen im Job<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table has-medium-font-size\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Verbes\u00adserung der Arbeits\u00adbedingungen<\/td><td>77 % (\u00d8 EU 67 %)<\/td><\/tr><tr><td>Aufgaben\u00adzuweisung f\u00fcr Arbeit\u00adnehmer\/ Planung<\/td><td>62 % (\u00d8 EU 49 %)<\/td><\/tr><tr><td>Erfassung und Speicherung personen\u00adbezogener Daten<\/td><td>57 % (\u00d8 EU 44 %)<\/td><\/tr><tr><td>Einholen zus\u00e4tz\u00adlicher Infor\u00admationen \u00fcber Bewerber<\/td><td>53 % (\u00d8 EU 43 %)<\/td><\/tr><tr><td>Auswahl von Bewerbern<\/td><td>46 % (\u00d8 EU 36 %)<\/td><\/tr><tr><td>Bewertung der Leistung von Arbeit\u00adnehmern<\/td><td>49 % (\u00d8 EU 36 %)<\/td><\/tr><tr><td>\u00dcberwachung der Arbeit\u00adnehmer<\/td><td>44 % (\u00d8 EU 31 %)<\/td><\/tr><tr><td>Automa\u00adtische Entlassung von Arbeit\u00adnehmern<\/td><td>23 % (\u00d8 EU 16 %)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Quelle: Eurobarometer Spezial 554, S. 58 (2024); n=26.415; Altersgruppe: 15-24 i. V. z. Durchschnitt aller Befragten<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu anderen Generationen sind die Bedenken junger Menschen moderater. Sie \u00e4u\u00dfern deutlich weniger starke Bedenken in Bezug auf Arbeitgeber, Werbetreibende, Kriminelle\/Betr\u00fcger, andere Regierungen oder Nachrichtendienste:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sorgen Jugendlicher: Zugriff auf Daten ohne Erlaubnis durch&#8230;<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table has-small-font-size\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><\/td><td><strong>Sehr<\/strong> besorgt<\/td><td><strong>M\u00e4\u00dfig<\/strong> besorgt<\/td><td><strong>Nicht<\/strong> besorgt<\/td><\/tr><tr><td>Arbeit\u00adgeber<\/td><td>13 %<br>(\u00d8 17 %)<\/td><td>43 %<br>(\u00d8 36 %)<\/td><td>43 %<br>(\u00d8 46 %)<\/td><\/tr><tr><td>Werbe\u00adtrei\u00adbende\/ Unter\u00adnehmen<\/td><td>23 %<br>(\u00d8 31 %)<\/td><td>44 %<br>(\u00d8 42 %)<\/td><td>32 %<br>(\u00d8 26 %)<\/td><\/tr><tr><td>Regie\u00adrung<\/td><td>17 % <br>(\u00d8 20 %)<\/td><td>40 %<br>(\u00d8 41 %)<\/td><td>42 %<br>(\u00d8 39 %)<\/td><\/tr><tr><td>Kriminelle &#038; Betr\u00fcger<\/td><td>46 %<br>(\u00d8 55 %)<\/td><td>36 %<br>(\u00d8 30 %)<\/td><td>18 %<br>(\u00d8 14 %)<\/td><\/tr><tr><td>Straf\u00adver\u00adfolgungs\u00adbeh\u00f6rden<\/td><td>16 %<br>(\u00d8 17 %)<\/td><td>37 %<br>(\u00d8 36 %)<\/td><td>46 %<br>(\u00d8 45 %)<\/td><\/tr><tr><td>Nationale<br>Geheim\u00addienste<\/td><td>21 %<br>(\u00d8 26 %)<\/td><td>37 %<br>(\u00d8 36 %)<\/td><td>40 % <br>(\u00d8 37 %)<\/td><\/tr><tr><td>Ausl\u00e4n\u00addische Regie\u00adrungen<\/td><td>23 %<br>(\u00d8 30 %)<\/td><td>37 %<br>(\u00d8 33 %)<\/td><td>38 %<br>(\u00d8 35 %)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Quelle: FRA-Fundamental Rights Survey 2020, Europ\u00e4er:innen (n=4.195), Altersgruppe: 16\u201329, \u00d8: EU-27-Ergebnisse f\u00fcr alle Altersgruppen, n=20.930<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, nehmen junge Menschen ihre sie seit ihrer Geburt ganz selbstverst\u00e4ndlich umgebende digitale Umgebung, oft nur wenig oder unbewusst wahr, genau wie Nicholas Negroponte es 1998 voraussagte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWie Luft und Trinkwasser wird die digitale Existenz nur dann wahrgenommen, wenn sie fehlt, nicht wenn sie vorhanden ist.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>(N. Negroponte 1998)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Empirische Daten helfen uns, unsere \u00c4ngste, Sorgen, Hoffnungen und politischen Interessen besser zu verstehen. Insbesondere helfen sie uns, eine kritische Perspektive auf die Repr\u00e4sentativit\u00e4t des Diskurses zu gewinnen und zu erkennen, wer ihn vorantreibt und wessen Stimmen unterrepr\u00e4sentiert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus einer generations\u00fcbergreifenden Perspektive ergibt sich eine f\u00fcr die Bildung produktive (generationelle) Spannung: Einerseits ist die Perspektive der Jugend unverzichtbar. Gerade beim Thema Digitalisierung unterscheidet sie sich deutlich von der anderer Generationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ergibt sich ein Bildungsauftrag insbesondere aus den Aspekten der Digitalisierung, die von J\u00fcngeren als  selbstverst\u00e4ndlich oder gar nicht als \u201edigital\u201d wahrgenommen werden, wo sie die soziale und politische Konstruiertheit der Digitalisierung in der Regel \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne muss digitale Jugendarbeit und politische Jugendbildung Kontroversen und Dilemmata auch bezogen auf das Digitale selbst widerspiegeln. Oft wird der soziopolitische Charakter des Digitalen erst dank dieser Kontroversen sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erschienen in: <\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/competendo.net\/en\/Mehr_als_mit_dem_Strom_schwimme\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"997\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Mehr-als-mitschwimmen-cover-700x997.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4928\" style=\"width:315px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Mehr-als-mitschwimmen-cover-700x997.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Mehr-als-mitschwimmen-cover-281x400.png 281w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Mehr-als-mitschwimmen-cover-768x1094.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/Mehr-als-mitschwimmen-cover.png 782w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mehr als mit dem Strom schwimmen. Impulse f\u00fcr eine politische(re) digitale Bildung<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag ist eine leicht gek\u00fcrzte und geringf\u00fcgig redaktionell ver\u00e4nderte Version des Originalbeitrags: Das Gesellschaftspolitische in der Digitalisierung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Referenzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Beck, Ulrich (1986). Risikogesellschaft. Frankfurt am Main<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Couldry, N., &#038; Mejias, U. (2019). Making data colonialism liveable: how might data\u2019s social order<br>be regulated? Internet Policy Review, 8(2). https:\/\/doi.org\/10.14763\/2019.2.1411 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Council of Europe (CM\/Rec(2010)7 ). Recommendation of the Committee of Ministers to member states on the Council of Europe Charter on Education for Democratic Citizenship and Human Rights Education (adopted by the Committee of Ministers on 11 May 2010 at the 120th Session. https:\/\/www.coe.int\/en\/web\/edc\/charter-on-education-for-democratic-citizenship-and-human-rights-education, accessed 21\/10\/2025<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">European Union (2021\/1119). Regulation (EU) 2021\/1119 of the European Parliament and of the Council of 30 June 2021  establishing the framework for achieving climate neutrality and<br>amending Regulations (EC) No 401\/2009 and (EU) 2018\/1999 (\u2018European Climate Law\u2019). Official Journal of the European Union L 243\/1 pp. 1\u201317 http:\/\/data.europa.eu\/eli\/reg\/2021\/1119\/oj <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Negroponte, N. (1998, Dec. 1). Beyond digital. Wired,12.<br>https:\/\/www.wired.com\/1998\/12\/negroponte-55\/, accessed 21\/10\/2025<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">European Commission: Directorate-General for Communications Networks, Content and Technology. (2024). Special Eurobarometer 554. Artificial Intelligence and the future of work. Eurobarometer Report. European Commission. https:\/\/data.europa.eu\/doi\/10.2767\/8591026 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">European Union Agency for Fundamental Rights (FRA) (2020). What Do Fundamental Rights Mean for People in the EU? Fundamental Rights Survey. https:\/\/doi.org\/10.2811\/606553<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politische Bildung bef\u00e4higt Lernende, sich an demokratischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und diese mitzugestalten, die Kompetenz zu entwickeln, kritisch \u00fcber Politik nachzudenken, und selbst zur demokratischen Kultur beizutragen. In \u00dcbereinstimmung mit der Perspektive des Europarates wird deutlich, dass eine solche P\u00e4dagogik sowohl die (analytische) F\u00e4higkeit zum Denken und Urteilen, als auch die (auch praktischen) Fertigkeiten sowie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5170,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,7],"tags":[],"class_list":["post-5099","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-learning","category-digitale-transformation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5099"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5099\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}