{"id":5506,"date":"2026-09-14T09:52:59","date_gmt":"2026-09-14T07:52:59","guid":{"rendered":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/?p=5506"},"modified":"2026-10-28T12:19:04","modified_gmt":"2026-10-28T11:19:04","slug":"demokratisch-resiliente-organisationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/civilresilience.net\/de\/demokratisch-resiliente-organisationen\/","title":{"rendered":"Von organisationaler zu demokratischer Resilienz &#8211; Ans\u00e4tze f\u00fcr die Entwicklung von Organisationen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-background wp-block-paragraph\" style=\"background-color:#c4f2d7\">je mehr demokratische Resilienz breiter und differenzierter diskutiert wird, w\u00e4chst unser Verst\u00e4ndnis davon, was verschiedene gesellschaftliche Akteur:innen daraus ableiten sollten. Dieser Beitrag geht \u00dcberlegungen zur <strong>Organisationsentwicklung<\/strong> nach, indem er Ans\u00e4tze, organisationale Resilienz einzugrenzen und in realen Organisationen zu reflektieren, vorstellt. Desweiteren fragt er, wie sich in Zeiten, in denen Krisen und gesellschaftliche Herausforderungen die Demokratie selbst herausfordern, die organisationale zur demokratischen Resilienz verh\u00e4lt und an welchen Stellen man gegebenenfalls den Fokus im Sinne der St\u00e4rkung der Letzteren sch\u00e4rfer setzen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Das Konzept sozial-\u00f6kologischer Resilienz erfasst das Handeln von Einzelnen, Organisationen, Institutionen und ganzen Gesellschaften im Umgang mit Krisen und Herausforderungen. Somit komplettiert sich das Bild von demokratischer Resilienz wenn sich sehr verschiedene Blickwinkel und Perspektiven erg\u00e4nzen k\u00f6nnen. Jurist:innen und Politikwissenschaftler:innen interessiert h\u00e4ufig die Konstruktion des demokratischen Systems und die demokratische Performanz der im System agierenden ma\u00dfgeblichen Akteur:innen bzw. ihr Beitrag zu seiner Stabilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen Einzelnen und Strukturen stehen Intermedi\u00e4re &#8211; Organisationen, Gruppen, Institutionen. Dies ist f\u00fcr Organisationsforschung und Organisationsberatung ein besonders wichtiger Ausgangspunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele verstehen Resilienz als Ensemble individueller F\u00e4higkeiten und Eigenschaften, wie hier: \u201eResilienz ist in einem p\u00e4dagogischen Sinne, ist die F\u00e4higkeit von Personen, Krisensituationen und Stress zu \u00fcberstehen, nach Krisen aufzustehen, sich um das eigene Wohlbefinden zu k\u00fcmmern und den eigenen Stress zu regulieren\u201c (Klie, 2023). Daraus l\u00e4sst sich <strong>Resilienz als Kompetenz<\/strong> ableiten (im weiteren Sinne verstanden als Zusammenspiel von Fertigkeiten, Wissen, Einstellungen und Werten). Mit Fokus auf demokratische Resilienz muss diese um Aspekte der <strong>B\u00fcrger:innenkompetenz<\/strong> erweitert gedacht werden: Demokratie- und Beteiligungserfahrungen, Mitbeteiligung in Diskussions- und Transformationsprozessen und einen Beitrag zur demokratischen Kultur leisten (wollen und k\u00f6nnen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konzeptionell muss der Blick also weit genug sein, um das Handeln von Menschen in komplexen sozialen und \u00f6kologischen Systemen zu erfassen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Resilience thinking incorporates the dynamic interplay of persistence, adaptability and transformability across multiple scales and multiple attractors in socio-ecologic systems.\u201c (Folke et al., 2010, S. 7)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das RESILIO Projekt schl\u00e4gt ein Zwiebelmodell zur Veranschaulichung vor. Es zeigt gleichzeitig, dass eine Landschaft politischer Insitutionen oder zivilgesellschaftlicher Organisationen sich wesentlich \u00fcber ihre gesellschaftliche Einbettung erkl\u00e4rt. Resilienz l\u00e4sst sich somit nur bestimmen, wenn die <strong>Abh\u00e4ngigkeiten und Wechselwirkungen horizontal und vertikal<\/strong> mitbetrachtet werden. Die mittlere Ebene setzt sich hier aus der Zivilgesellschaft\/civic space, dem Medien\u00f6kosystem und dem Parteiensystem zusammen. Als &#8222;kontextuelle Faktoren&#8220; beschreibt das Projekt wirtschaftliche und soziale Resilienz sowie einen resilienten \u00f6ffentlichen Diskurs.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"704\" src=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept-700x704.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5520\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept-700x704.png 700w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept-200x200.png 200w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept-398x400.png 398w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept-768x772.png 768w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept-800x805.png 800w, https:\/\/civilresilience.net\/wp-content\/uploads\/resilio-concept.png 1051w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">RESILIO Resilience Model<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Handeln als Br\u00fccke<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei aller Kritik an Macht und Strukturen, sind es konkrete Menschen, die die <strong>Br\u00fccke zwischen der inviduellen Ebene zu Prinzipien &amp; Strukturen<\/strong> schlagen. Vertrauen, Zuversicht, soziale Transaktionen bilden sich bei ihnen. Strukturen und Organisationen bef\u00f6rdern oder behindern die Bildung des \u201esozialen Kitts\u201c, der die demokratische Kultur zusammenh\u00e4lt, Menschen produzieren ihn im Vertrauen zueinander. Sztompka weist darauf hin, dass Vertrauen eine Handlung ist (und demnach erlernbar) (Sztompka, 2001).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offe (1997) arbeitet heraus, dass vertrauensw\u00fcrdige Organisationen\/Institutionen Fremden erm\u00f6glichen, zusammenzukommen und zu vertrauen. Demnach ist also auch das Management dieser Institutionen und die Aktivit\u00e4ten in Strukturen relevant. Deshalb liegt die Annahme nahe, dass sich demokratische Resilienz im Spannungsfeld von Struktur und Indviduum entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Schuppert interessiert sich daf\u00fcr, wie personale Kompetenz und Haltung mit dem performativen Wirken auf systemischer Ebene verschr\u00e4nkt sind. Der Jurist ist skeptisch, ob ein technischer Blick auf demokratische Prozesse und eine konstruktive Anpassung des Systems ausreichend sei, um mit den Herausforderungen fertig zu werden. Ihn interessiert besonders die <strong>Verarbeitungsperspektive<\/strong> \u201ewie bestimmte Kollektive wie etwa St\u00e4dte, Organisationen oder ganze Gesellschaften mit Naturrisiken und Sozialkatastrophen fertig werden\u201c (S. 475). Speziell auf Demokratie bezogen kritisiert er eine <strong>Erosion des informalen Verfassungsstaats<\/strong>, z. B. die Versicherung dass sich Politik sowohl an den Buchstaben als auch an den Geist der Verfassung h\u00e4lt (Schuppert, 2021, S. 488). Er fordert somit demokratische Haltung und Zivilcourage auch im B\u00fcro:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:24px\">Dieser Wille zur Verfassung aber verlangt nach einem Eintreten durch Personen, so dass die Verfassung letztendlich auf eine rechtsexterne Verwirklichung angewiesen ist.\u201c Schuppert, 2021, S. 492<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wichtigkeit des &#8218;Handelns&#8216; wird auch von Fahrner betont: Die aus der \u201emilitant democracy\u201c L\u00f6wensteins hervorgehende freiheitlich demokratische Grundordnung sei der Kern von demokratischer Resilienz, wobei die Widerstandkraft Komponenten der <strong>Elastizit\u00e4t<\/strong> beinhalte, also die F\u00e4higkeit, \u201eflexibel aus einem festen Kern heraus reagieren zu k\u00f6nnen und dadurch nicht zerbrochen zu werden\u201c (Fahrner, 2022, S. 21). Deshalb interessieren ihn die politischen Prozesse. Dazu wird versucht, das System der freiheitlichen Demokratie im Detail zu erfassen, um Wirkungs- und Schutzzusammenh\u00e4nge zu entwickeln (Fahrner, 2022, S. 24). Er betont dabei auch die systemische Relevanz einer dialogischen und pluralen demokratischen Kultur, die sich aus einem demokratischen Prozess ergibt, beispielsweise f\u00fcr die Definition des Gemeinwohls:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Staat ist der Sorge f\u00fcr das Gemeinwohl nicht enthoben, er bleibt uneingeschr\u00e4nkt darauf verpflichtetes Werkzeug. Es kann indes nichts anderes sein als das Ergebnis dialogischer und diskursiver Prozesse der divergierenden Ideen und Interessen der Gruppen und Parteien. Damit kann es nur angestrebt, aber insbesondere nicht einseitig bestimmt werden.\u201c (Fahrner, 2022, S. 35)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grotz und Schroeder erw\u00e4hnen die wichtige Rolle von B\u00fcrger:innen und das Entstehen von Resilienz im<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenspiel zwischen wertebasierten, (selbst-)kritischen und vorausschauenden politischen Eliten, Organisationen und Institutionen auf der einen Seite und einer Bev\u00f6lkerung auf der anderen Seite, die sich an demokratischen Werten orientiert und sich daf\u00fcr engagiert.\u201c (Grotz &amp; Schroeder, 2021, S 424)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demokratische Kultur wird gest\u00e4rkt, wenn sie horizontal und vertikal praktiziert und gefestigt wird. In Situationen, in denen sich autori\u00e4re und pluralismusfeindliche Tendenzen ausbreiten, werden umso wichtiger: Widerstandsf\u00e4higkeit, taktische Anpassungsf\u00e4higkeit, der Willen, Freiheitsgrade nutzen und diese einzusetzen oder Solidarit\u00e4t mit Betroffenen zu praktizieren. Das RESILIO Projekt (Sk\u00f3ra, Nonhoff &amp; Albrecht, 2024) best\u00e4tigt dies in einer l\u00e4nder\u00fcbergreifenden europ\u00e4ischen Untersuchung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In this respect, the legal structure seems less important for rule of law resilience than the cultural framework. Institutional structures are secondary to the performance of institutions and their staff. The key to rule of law resilience is how politicians, public officials, and elected officials act: whether they respect the rules, obey the laws, perform with good will, and follow the principles of civility and mutual toleration.\u201c (Sk\u00f3ra, Nonhoff &amp; Albrecht, 2024, S. 24)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aspekte f\u00fcr die Organisationsentwicklung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Sinne des zuvor Gesagten sollen Organisationen in ihrem Handeln zur demokratischen Kultur, zu ihrer strukturellen Festigung und Krisenf\u00e4higkeit beitragen. Je nach Zweck und Ziel befinden sie sich in verschiedenen Schichten der oben erw\u00e4hnten Zwiebel. Ein Club f\u00fcr Renter:innen wird eher zu sozialer Resilienz beitragen, aber <a href=\"https:\/\/www.omas-gegen-rechts.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Omas gegen rechts <\/a>haben eine klare politische Zielrichtung in Richtung der inneren Teile der Zwiebel. Dank ihrer bundesweiten Popularit\u00e4t unter Senior:innen, positiver Berichterstattung und eines dezentralen Organisationsmodells entfalten sie auch horizontal Wirkung. Zudem sind viele Rentner:innen nicht existenziell auf Vollzeitstellen angewiesen, was die Organisation materiell resilienter machen d\u00fcrfte als andere. So wird deutlich, dass organisationale Resilienz nicht alleine von innen gedacht werden kann, sondern den Kontext, den Zweck und die Wirkung der Aktivit\u00e4ten nach au\u00dfen mit in Betracht ziehen sollte. Auch Gro\u00dfstrukturen wie der DGB wirken in ihren Ortsgruppen anders, als bei den Spitzenverhandlungen zu Branchentarifvertr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine resiliente Organisation ist auf Basis ihrer jeweiligen Ressourcen<br>auf den Ebenen der einzelnen Personen (individuell), deren Zusammenwirken (intersubjektiv) sowie der Organisation selbst (strukturell) imstande, kontext-<br>spezifische Handlungsstrategien auszuw\u00e4hlen, um mit der jeweiligen Krise umzugehen.&#8220; (Peters, Kny, Scheffel &amp; Ullrich, 2024, S. 26).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausgangspunkt f\u00fcr die praxisorientierte St\u00e4rkung von organisationaler Resilienz ist die Organisation selbst. Das <strong>betterplace lab<\/strong> nahm hierzu eine n\u00fctzliche und systematische Erfassung und Clusterung von Resilienzressourcen vor. Es ging den Autor:innen darum, eine \u201egrunds\u00e4tzliche Idee davon zu entwickeln, welche Ressourcen in und f\u00fcr zivilgesellschaftliche Akteur*innen in den Blick genommen und gest\u00e4rkt werden k\u00f6nnen\u201c (Peters, Kny, Scheffel, Ullrich, 2024, S. 37).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Resilienzressourcen von Organisationen<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes has-medium-font-size\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Sinn &amp; Werte<\/strong><br>Eine resiliente Organisation hat ein starkes Sinnverst\u00e4ndnis sowie verankerte Werte zur Orientierung<\/td><td><strong>Soziale Bindung<\/strong><br>Eine resiliente Organisation schafft stabile und solidarische Netzwerke im Innen und Au\u00dfen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Antizipation &amp; Lernkultur<\/strong><br>Eine resiliente Organisation besch\u00e4ftigt sich mit vergangenen Problemen und k\u00fcnftigen Entwicklungen, kann die entsprechende Unsicherheit aushalten und sich kontinuierlich verbessern.<\/td><td><strong>F\u00fchrung &amp; Struktur<\/strong><br>Eine resiliente Organisation gibt ihren aktiven Mitgliedern hohe Flexibilit\u00e4t und Entscheidungsmacht und verteilt ihre Ressourcen entsprechend.<\/td><\/tr><tr><td><strong>Materielle Ressourcen<\/strong><br>Eine resiliente Organisation verf\u00fcgt \u00fcber eine materielle Ausstattung und finanzielle Puffer, die ihr erm\u00f6glichen, sowohl vorausschauend als auch akut auf Krisen zu reagieren.<\/td><td>Quelle: Peters, Kny, <br>Scheffel &amp; Ullrich, 2024, <br>S. 37ff.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun kann man die Frage stellen, inwieweit derartige Organisationen zu einer <strong>demokratischen Kultur<\/strong> beitragen, also speziell demokratische Resilienz st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So ergibt das <strong>Cluster Sinn und Werte<\/strong> in seiner Summe das Bild einer Organisation, in der es transparent f\u00fcr alle zugeht, Selbstwirksamkeit praktiziert werden kann, Kritik wertgesch\u00e4tzt wird oder Dinge anders gemacht werden d\u00fcrfen. Damit wird letztlich ein hoher Standard gesetzt, den viele Organisationen, die sich \u201edemokratisch&#8220; oder \u201ekritisch&#8220; ins Leitbild geschrieben haben, nur schwer gerecht werden &#8211; auch wenn \u201eDemokratie\u201c, \u201eRechte\u201c oder auch \u201eMeinungsfreiheit\u201c nicht explizit eingeschrieben wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den <strong>Ressourcen rund um soziale Bindung<\/strong> wird ein Bild von Organisationen gezeichnet, in denen Miteinander statt innerer Konkurrenz im Vordergrund steht, Kooperation und Vernetzung auch nach au\u00dfen erfolgt, sowie explizit \u201eSolidarit\u00e4t\u201c im Umgang mit Menschen in Belastungssituationen praktiziert wird. Die Frage, wie solidarisch ein Gef\u00fcge mit Minderheiten, Schwachen oder Marginalisierten umgeht, oder ob ein \u201eWir-Gef\u00fchl\u201c allen m\u00f6glich ist, m\u00fcsste am Besten von denjenigen beantwortet werden, die auf Solidarit\u00e4t und Miteinander besonders angewiesen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den <strong>Ressourcen um F\u00fchrung und Struktur<\/strong> werden flexible, dezentrale F\u00fchrung und Entscheidung, faire Resourcenverteilung, ein Klima von Sicherheit und Diversit\u00e4tsbewusstsein erw\u00e4hnt. Hier scheint ein horizontaleres Organisationsverst\u00e4ndnis mit Interesse an der Abbildung der inneren und gesellschaftlichen Vielfalt und Pluralit\u00e4t durch. Aus demokratischer Perspektive sind erg\u00e4nzend Informationsrechte, klar zuordnenbare Rechenschaftspflicht, betriebliche Mitbestimmung und Arbeitnehmer:innenrechte wichtig, also Aspekte, die einem <strong>klassischen Demokratieverst\u00e4ndnis in der Arbeitswelt<\/strong> zuordnenbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antizipation &amp; Lernkultur<\/strong> beschreibt Organisationen, die Antennen in die Au\u00dfenwelt haben und Ver\u00e4nderungen und M\u00f6glichkeiten um sich herum wahrnehmen und zu Wandel bereit sind. Sie lernen und leiten aus Erfahrugen Schl\u00fcse f\u00fcr sich ab &#8211; \u201eF\u00e4higkeiten und Praktiken, die in Organisationen verankert und einge\u00fcbt werden k\u00f6nnen\u201c. Zu fragen ist hier ehrlich, wer wann von wem lernen kann, will und darf &#8211; wird eine Weiterbildungskultur gelebt, wie kommen Informationen und Wahrnehmungen in das Zentrum oder in die Breite? Speziell auf gesellschaftspolitische Ver\u00e4nderungen bezogen &#8211; m\u00fcsste Lernkultur um <strong>Aspekte der \u201egood citizenship\u201c<\/strong> erg\u00e4nzt werden, indem zum Beispiel das Engagement der Organisation als Ganzes sowie ihrer Mitglieder zum Thema und Ziel werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirkung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben Strukturen mit dezentraler Organisationsphilosophie tragen auch andere zu demokratischer Resilienz bei: Sowohl der Verband der Zeitungsverleger als elit\u00e4rer Honoratiorenclub wie auch die IG Metall als straff gef\u00fchrte Gro\u00dfstruktur entsprechen sicher nicht komplett dem obigen Modell, haben sich aber zweifellos um die demokratische Kultur verdient gemacht (bei beiden wird man auch nicht unbedingt &#8222;new work&#8220; Ans\u00e4tze vermuten). In anderen Worten: Eine nach innen um demokratisches Miteinander bem\u00fchte Organisation muss nicht unbedingt direkt zur demokratischen Resilienz beitragen wollen. Und eine andere Organisation kann einen gro\u00dfen Beitrag zur demokratischen Kultur leisten ohne zu sehr die innere Organisation danach auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie es Organisationen schaffen diese <strong>Spannung zwischen der inneren Kultur und dem \u00e4u\u00dferen Beitrag zur Gesellschaft<\/strong> in einem <strong>koh\u00e4renten Spektrum<\/strong> zu halten ist aus Organisationsentwicklungsperspektive mit Fokus auf demokratischer Resilienz besonders interessant. Zivilgesellschaftliche Organisationen m\u00fcssen glaubw\u00fcrdig und nachvollziehbar Idealbildern folgen, wenn sie Vertrauen aufbauen wolle. Sie k\u00f6nnen gleichzeitig nur resilient sein, wenn sie diese Idealbilder nicht zu \u00fcbertrieben zeichnen und sich nicht selbst viel zu hohe Erwartungen aufb\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn als Akteurinnen im Civic Space wird oft eine besondere Robustheit von ihnen verlangt, wollen sie \u00f6ffentlich sichtbar werden, sich Geh\u00f6r verschaffen oder  unabh\u00e4ngig an ihren Zielen arbeiten. Gleichzeitig ist dieser selbst in den europ\u00e4ischen Demokratien nur bedingt resilient, also in seiner Zug\u00e4nglichkeit, Fairness und Zivilisiertheit beeintr\u00e4chtigt: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Media landscape and sound public debate are currently the most vulnerable aspects&#8220; (Skora et al., 2024, S. 26).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Selbstschutz und zur St\u00e4rkung des civic spaces werden meines Erachtens eine aktive wirkungsorientierte Kommunikation, Vernetzung und B\u00fcndnisse wichtig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Wirkungsorientierte Kommunikation<\/strong> <br>Das eigene Handeln stimmig in seiner Wirkung zu erkl\u00e4ren<\/td><td><strong><strong>Netzwerken<\/strong><\/strong><br>Netzwerkverst\u00e4ndnis und die F\u00e4higkeit, sich horizontal und vertikal (insbesondere auch cross-sektoral) in Netzwerke zu begeben und in ihnen zu kommunizieren.<\/td><\/tr><tr><td><strong>B\u00fcndnisse eingehen<\/strong><br>im Sinne eines gemeinsamen Ziels mit Anderen f\u00fcreinander einstehen und  handeln.<\/td><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wirkungsorientierte Kommunikation<\/strong> bedeutet \u201edie Ziele, Handlungen und Beobachtungen des eigenen Handelns beschreiben zu k\u00f6nnen. Auf sich selbst bezogen schlie\u00dft dies die (Selbst-)Pr\u00e4sentation ein\u201c (Arbeitskreis deutscher  Bildungsst\u00e4tten e. V., 2025, S. 43).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Netzwerken <\/strong>beinhaltet zun\u00e4chst ein grundlegendes Netzwerkverst\u00e4ndnis, da Netzwerke sich in Gr\u00f6\u00dfe, Organisation, Dichte oder Formalisierungsgrad unterscheiden und unterschiedlich funktionieren. Au\u00dferdem enth\u00e4lt es eine cross-sektorale oder br\u00fcckenschlagende F\u00e4higkeit: Organisationen und ihre Repr\u00e4sentant:innen \u201everwenden oft eine interne Sprache und folgen einer internen Logik, die als eine andere Kultur oder \u201aFremdsprache\u2018 wahrgenommen werden kann. Cross-sektorale Kompetenz [&#8230;] kann uns helfen, diese Sprachen zu erlernen und zu sprechen\u201c (Zimmermann, 2022, S. 10). Entsprechend ist diese T\u00e4tigkeit auch eine kommunikativ und menschlich anspruchsvolle Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade in Situationen, in denen Zivilgesellschaft unter Druck ger\u00e4t, ist es wichtig, auch <strong>B\u00fcndnisse einzugehen<\/strong>, also nicht nur in Netzwerken pr\u00e4sent zu sein, sondern gemeinsam im Sinne eines gemeinsamen Ziels f\u00fcreinander einzustehen und zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Materielle Ressourcen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die materielle Ausstattung ist selbst Teil gesellschaftlicher Dynamiken. Abgeheshen davon, dass die Art, wie F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung organisiert ist, bereits Anp\u00fcassungszw\u00e4nge ausgel\u00f6st werden (z. B. kurzfristige Projektf\u00f6rderungen), geht es auch um ganz bewusste Schjw\u00e4chungen des Civic Space durch das Stuer- oder Vreinigungsrecht. \u00dcber allgemeinen Versuche hinaus, \u201eden Ruf von gemeinn\u00fctzigen Einrichtungen und der Zivilgesellschaft zu untergraben, beeintr\u00e4chtigen zunehmend <strong>administrative und politische Ma\u00dfnahmen von oben<\/strong> die Handlungsf\u00e4higkeit der Zivilgesellschaft in Europa\u201c (Zimmermann, 2025). Das betrifft Gemeinn\u00fctzige und Empf\u00e4nger staatlicher F\u00f6rdermittel oder staatlich gew\u00e4hrter Privilegien in besonderem Ma\u00dfe. Zu nennen sind etwa:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Neufassung von Regeln und Ausf\u00fchrungsverordnungen (z. B. f\u00fcr Steuerbefreiungen oder -erm\u00e4\u00dfigungen<\/li>\n\n\n\n<li>Diskriminierung in Form ausl\u00e4ndischer Agenten\u201c-Gesetze<\/li>\n\n\n\n<li>Privilegienentzug &#8211; etwa dass B\u00fcrger:innen einen Prozentsatz ihrer Einkommenssteuer bereits bei der Steuererkl\u00e4rung an gemeinn\u00fctuge Organisationen spenden k\u00f6nnen<\/li>\n\n\n\n<li>Neutralit\u00e4tsfiktion f\u00fcr Empf\u00e4nger:innen staatlicher Mittel (handeln als ob sie &#8211; neutrale &#8211; Repr\u00e4sentanten des Staats w\u00e4ren)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dank verschiedener Forschungen, die den Anspruch hatten, Praxis und Theorie organisationaler Resilienz zusammenzuf\u00fchren wie die Arbeit des betterplace lab, sowie Arbeiten, die wie RESILIO einen empirischen Blick auf systemische demokratische Resilienz entwickeln, k\u00f6nnen wir hieraus Hinweise f\u00fcr die Organisationsentwicklung ableiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei gibt es \u00dcberschneidungen zwischen den Vorstellungen, was insbesondere Non-Profit-Organisationen resilient macht und dem, was man als ihren Beitrag zu demokratischer Resilienz und ihren &#8222;Demokratiemuskel&#8220; bezeichnen k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch auch die Unterschiede sollten uns interessieren. Je mehr gesellschaftliche Ver\u00e4nderung die Demokratie als Ganzes ber\u00fchrt, werden die Aspekte von &#8222;demokratisch&#8220; in der demokratischen Resilienz wichtiger. In anderen Worten &#8211; wer einen starken, fairen, offenen und solidarischen Civic Space m\u00f6chte und diesen wieder ausweiten m\u00f6chte, muss etwas daf\u00fcr tun. Gleichzeitig ist ein realistischer Blick auf die eigenene M\u00f6glichkeiten vonn\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier sind Organisationen der Zivilgesellschaft speziell herausgefordert, aber nicht nur: Auch Medien oder die politischen Institutionen m\u00fcssen sich zust\u00e4ndig f\u00fchlen. Letztere sind als Bestimmerinnen \u00fcber den rechtlichen Rahmen f\u00fcr Organisationen und \u00fcber das Steuerrecht, \u00fcber \u00f6ffentliche F\u00f6rderungen, Initiatorinnen von public-civic-partnership. Der Staat ist Erm\u00f6glicher und Verhinderer materieller Resilienz speziell Gemeinwohlorientierte:r.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Last but not least z\u00e4hlt nicht allein das strukturelle Ger\u00fcst und Design, sondern die Art und Weise, wie Menschen es f\u00fcllen. Der Verdienst der breiten Debatten um Resilienz ist es vielleicht, dass wir ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Handeln als Br\u00fccke haben. Daran gilt es anzukn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verwendete Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitskreis deutscher Bildungsst\u00e4tten e. V. (2025) (Hrsg.). <a href=\"https:\/\/www.adb.de\/service\/publikationen\/weitere-veroeffentlichungen\/kompetenzprofil-fuer-fachkraefte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kompetenzprofil f\u00fcr Fachkr\u00e4fte der politischen Jugendbildung<\/a>. Berlin: AdB<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fahrner, M. (2022). <em>Vulnerabilit\u00e4t und Resilienz der freiheitlichen Demokratie. Volkssouver\u00e4nit\u00e4t, Marktplatz der Meinungen und andere Probleme der deutschen Verfassungsrechtsdogmatik aus Sicht der freiheitlich demokratischen Grundordnung<\/em>. Duncker &amp; Humblot. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3790\/978-3-428-58550-2\">https:\/\/doi.org\/10.3790\/978-3-428-58550-2<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folke, C., Carpenter, S. R., Walker, B., Scheffer, M., Chapin, T., &amp; Rockstr\u00f6m, J. (2010). Resilience Thinking: Integrating Resilience, Adaptability and Transformability. <em>Ecology and Society<\/em>, <em>15<\/em>(4). <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/26268226\">https:\/\/www.jstor.org\/stable\/26268226<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grotz, F.; Schroeder, W. (2021). Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einf\u00fchrung. Wiesbaden <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-08638-1\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-08638-1<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klie, T. (2023). <a href=\"https:\/\/fachzeitschrift.adb.de\/demokratische-resilienz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demokratische Resilienz. Was macht eine widerstandsf\u00e4hige demokratische Gesellschaft aus?<\/a> In: Au\u00dferschulische Bildung 1\/2023, Berlin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offe, C. (1999). How can we trust our fellow citizens? In: Warren, Mark E. (ed.). Democracy and Trust. Cambridge<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Peters, S.; Kny, J.; Scheffel, F.; Ullrich, A. (2024). <a href=\"https:\/\/storage.googleapis.com\/lab-website-2019-assets\/betterplace-lab-Nicht-kleinzukrisen.-Was-die-Zivilgesellschaft-resilient-macht-2024.pdf\">Nicht kleinzukrisen \u2013 Was die Zivilgesellschaft resilient macht.<\/a> Eine Studie des betterplace lab. Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schuppert, G. F. (2021). Wie resilient ist unsere \u201ePolitische Kultur\u201c? In: Der Staat, Vol. 60(2021), Iss. 3 : pp.&nbsp;473\u2013493 | First published online: September 28, 2021. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3790\/staa.60.3.473\">https:\/\/doi.org\/10.3790\/staa.60.3.473<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sk\u00f3ra, M., Nonhoff, D., Albrecht, Y. (2024). <a href=\"https:\/\/_final_digital-1.pdf\">What makes the rule of law resilient? Evidence from EU27.<\/a> RESILIO Monitor Insights and Highlights, Institut f\u00fcr Europ\u00e4ische Politik, Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sztompka, P. (1999). Trust. A sociological theory, Cambridge<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zimmermann, N. (2022).<a href=\"https:\/\/dare-network.eu\/guide-networking-and-collaboration\/\"> Networking und Bildung f\u00fcr Entrepreneurship.<\/a> Reykjav\u00edk\/Br\u00fcssel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zimmermann, N. (2025). <a href=\"https:\/\/civilresilience.net\/de\/neutralisierung-von-zivilgesellschaft\/\" data-type=\"post\" data-id=\"4552\">Neutralisierung der Zivilgesellschaft<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>je mehr demokratische Resilienz breiter und differenzierter diskutiert wird, w\u00e4chst unser Verst\u00e4ndnis davon, was verschiedene gesellschaftliche Akteur:innen daraus ableiten sollten. Dieser Beitrag geht \u00dcberlegungen zur Organisationsentwicklung nach, indem er Ans\u00e4tze, organisationale Resilienz einzugrenzen und in realen Organisationen zu reflektieren, vorstellt. 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